
Der erste Stop mit unserem neuen Wagen fuehrte uns nach Oamaru. Ein kleiner Ort an der Ostkueste, ungefaehr 200km suedlich von Christchurch. Ein Wort zum neuen Auto: eigentlich baten wir den Fritzen von der Vermietung uns bloss den gleichen kleinen Toyota Starlet wiederzugeben... aber wie das Schicksal es wollte hatte er an dem Tag wo wir den Wicked Camper abgaben nur noch einen uebrig- einen Kombi. Na gut, dachten wir unbegeistert ueber hoeheren Benzinverbrauch und so... hatten ja keine Wahl! Aber schon nach einer Stunde, naemlich nach einem 99 Dollareinkauf bei Pak n safe wussten wir den Extraplatz zu schaetzen. Der ganze Kofferraum wurde unsere Vorratskammer und auf der Rueckbank verstauten wir Camping gear und Klamotten. Wir wussten nicht wie wir das alles mal in einen Kleinwagen gestopft hatten...

Oamaru ist beruehmt fuer seine blue penguin colony. Es gibt dort ein Schutzprojekt, welches Nistraeume und geschuetzten (vor allem vor uns Menschen, die zu schnell Auto fahren und immer naeher an die Tiere wollen fuer Fotos...) Lebensraum an Land schaffen. So konnte man dann auch nur gegen Bezahlung zur abendlichen Penguin watching "show" kommen. Man sass auf einer Holztribuene und beobachtete im Scheinwerferlicht (Natriumdampflampen-dieses Spektrum des Lichts koennen die Penguins nicht wahrnehmen) wie die weltkleinsten Pinguine (30cm hoch) aus dem Wasser krabbelten und zu ihren Nestern watschelten. Das war viel besser als jedes Kino und wir lachten so viel an diesem Abend. Denn es war nicht so einfach bei der starken Brandung aus dem Wasser zu kommen und wenn die Pinguine das erst Mal geschafft hatten kamen noch weitere Huerden bis sie sich entspannt im Nest zuruecklehnen konnten. Zuerst galt es geduldig auf seine Kumpels warten. Pinguine jagen zwar einzeln im Wasser, an Land geniessen sie jedoch den Schutz des Rudels. Wenn sich eine Gruppe gebildet hatte gings dann vorsichtig im Gaensemarsch ueber die Felsrampe. Aber Achtung! Da lagen ja zwei Fur Seals... die kleinen blue penguins waren nun im Vollstuck- Houston, wir haben ein Problem! Die fur seals sind zwar ungefaehrlich fuer sie, im Wasser werden sie jedoch von Seeloewen und Seeelefanten gejagt und es besteht nun mal eine gewisse Aehnlichkeit zwischen diesen und Robben... also blieb die Kolonne erstmal stehen. Vorsichtig gings dann weiter, oft liess man erstmal ein paar seiner Kumpels vorlaufen und die Lage checken. Man waehlte eine Route, die moeglichst weit an beiden vorbeifuehrte was nicht so einfach war, denn sie lagen wie zwei Waechter auf beiden Seiten! Wenn sich eine Robbe mal bewegte brach grosse Panik aus und die Pinguine versuchten schnellstmoeglich zurueckzukommen... natuerlich war das mit einem grossen Durcheinander und Gestolper verbunden. Wie gesagt, wir hatten Riesenspass dieses "coming home" zu beobachten.

yellow eyed penguin, der uns in den Catlins ueber den Weg watschelte
Am naechsten Tag hatten wir dann noch eine Privat Behind The Scenes Tour in der uns ein Meeresbiologe ueber das Gelaende fuehrte und viel ueber das Projekt erzaehlte. Das Highlight hier war die Moeglichkeit Babypinguine und sich mausernde Pinguine zu beobachten. Die moulting (Mauserung) Phase fing gerade an und so waren neben ein paar wirklich knuffeligen Babypinguinen auch ein paar erwachsene Tiere tagsueber im Nest. Total Cool!
Die Ostkueste verwoehnte uns sehr mit dem Wetter. Es war immer warm und sonnig, jedenfalls warm genug um tagsueber im T Shirt rumzulaufen. Wir hatten konnten bis dahin auch noch nicht nachvollziehen warum so viele Leute NZ mit Mozzies und Sandflies verbinden... noch nicht! Der Regen sollte uns frueh genug einholen!

Noch scheint sie, die Sonne ueber dem Fjordland National Park
Schliesslich war es dann soweit: der Routeburn Track stand vor der Tuer! Der Routeburn Track in Fjordland ist einer der sog. Great Walks in Neuseeland und soll nach dem noch bekannteren Milford Track einer der schoensten sein (im weltweiten Ranking in den Top Ten der schoensten Wanderungen). Dementsprechend ueberlaufen ist er auch, so dass Timor die Paesse fuer die Huetten schon Monate vorher von Berlin aus gebucht hatte. Wir hatten uns fuer die 3- Tagesvariante entschieden, mit 2 Ubernachtungen auf Huetten. Der Routeburn Track war schon vorher auf unserer Reise immer wieder ein grosses Thema, v.a. Kira zweifelte etwas an unserer koerperlichen Fitness
.

Anfahrt auf Queenstown
Zwei Tage vor dem Track kamen wir am Nachmittag in Queenstown (liegt in der Naehe des Startpunktes) an und mussten erstmal zusehen eine vernuenftige Ausruestung zusammen zu bekommen. Wir liefen die naechsten Stunden von Outdoor Laden zu Outdoorladen bis wir schliesslich alles zusammen hatten, einschliesslich 2 geliehener Wanderrucksaecke, Schlafsaecke und Regenhosen. Schliesslich statteten wir noch dem DOC (Department of Conservation) Office einen Besuch ab, um die Tickets fuer die Huetten abzuholen und uns eine aktuelle Wettervorhersage geben zu lassen. Im Office wurden einem schnell ein wenig mulmig, da soviel Aufwand zum Thema Ueberleben auf dem Routeburn Track betrieben wurde. Sie rieten einem Rettungsdecken, Trillerpfeifen, Notfallessen fuer mindestens einen Tag mehr und und und mitzunehmen, zudem mussten wir ein Papier ausfuellen, wann wir wo ankommen wollten und ein "Panic date" angeben, ab wann wir gesucht werden wollen. Da es zudem noch eine Cyclonwarnung fuer den 2. Tag des Tracks gab, waren wir doch sehr aufgeregt. Als wir abends im Supermarkt Essen fuer die 3 Tage einkauften, sorgte v.a. Kira dafuer auch ja ganz viel und hochkalorisches Essen einzukaufen 

Beginn des Milford scenic drives
Und was macht man am Besten am Tag vor dem grossen Track? Richtig einen moeglichst langen Ausflug. Da wir leider nicht die Zeit hatten am beruehmten Milfordsound ein paar Tage zu verbringen, setzten wir uns ins Auto und versuchten so weit wie moeglich bis nach Milford zu kommen, denn allein die Autofahrt dorthin sollte schon wahnsinnig schoen sein.

Blick auf die Berge von unserem Picknickplatz unterwegs

Mirror lakes entlang der Strecke
Als wir schliesslich zurueck in Queenstown waren, war es schon nach 9 und wir hatten noch nichts gepackt. Heute goennten wir uns den Luxus eines Doppelzimmers und das war auch gut so, denn beim Packen herrschte ein riesiges Chaos im Zimmer. Nebenbei mussten wir noch Essen kochen und ein letztes Mal vor dem Track duschen, so dass wir erst um halb eins mit Packen fertig waren (natuerlich hatte laengst nicht das ganze Essen in die Rucksaecke gepasst und sie waren trotzdem sehr voll und sehr schwer).

Kira packt unsere Rucksaecke

Schoener Wanderer...
Frueh am naechsten morgen gings los. Ein Bus brachte uns und viele andere Tracker zum Startpunkt des Tracks, dem Routeburn Shelter. Heute hatten wir wunderschoenes Wetter mit strahlendem Sonnenschein. Gerade das erste Stueck des Tracks lief sich sehr angenehm und es ging immer nur maessig bergauf. Man lief durch farnbewachsenen Regenwald, oft durchbrochen von tuerkisfarbenen Stroemen und Wasserfaellen, ueber die stark schaukelnde Haengbruecken fuehrten.

Kira schaukelt ueber eine der vielen Swing Bridges

Brotzeit
Die letzten andertalb Stunden ging es dannn sehr steil und sehr steinig bergauf bis wir viel frueher als erwartet an unserer Huette ankamen, die auf 1000m lag.


Traumhafter Blick ins Tal
Man traf nach und nach all die anderen Wanderer aus dem Bus wieder und alle genossen heute noch die Sonne an den schoenen Wasserfaellen oberhalb der Huette. Ein junger Franzose hatte grosses Pech und zog sich eine so tiefe Wunde am Bein zu, als er versuchte den Wasserfall hinunterzu rutschen, dass ein Helicopter gerufen werden musste.

Abends sassen wir alle in der grossen Kueche und lauschten gespannt dem Wetterbericht des Rangers. Es sollte von morgens an immer schlechter werden mit starkem Regen und Sturm und das ausgerechnet fuer unsere laengste und anstrengendste Etappe. Wir beschlossen sehr frueh aufzustehen.

Bestes Wanderwetter!
Als um halb sieben der Wecker klingelte schuettete es schon wie aus Kuebeln und man konnte vor Wolken und Nebeln kaum ein paar Meter weit sehen. Moeglichst fieses Wetter also. Waehrend wir ein halbes Brot, ein halbes Marmeladenglas und eine halbe Packung Frischkaese fruehstueckten, hoerten wir wie viele darueber diskutierten, ob die Strecke ueberhaupt zu laufen sei, oder ob man besser umkehren sollte.

Wir entschieden uns zu laufen und nahmen noch Martina mit. Wir hatten sie am Abend zuvor schon kennengelernt und uns gut verstanden und sie wollte die Strecke bei dem Wetter lieber nicht alleine laufen.
Eingepackt in Regenhose und -jacke gings los. Das erste Stueck war besonders anstrengend in stroemendem Regen ging es stetig bergauf, z.T. ueber grosse, rutschige Felsen. Aber trotz des Wetters war es ein wunderschoenes Aufstieg, auch wenn man leider nur erahnen konnte wie atemberaubend der Blick ins Tal sein mussste, wenn man tatsaechlich was vom Tal sah. So merkten wir auch lange nichts vom Lake Harris der ploetzlich vor uns wie aus dem Nichts auftauchte.

Juhu! Harris Shelter in Sicht!!
Kurze Zeit spaeter hatten wir dann auch endlich Harris Shelter eine Schutzhuette erreicht, was bedeutete, dass wir die hoechste Stelle des Tracks ueberwunden hatten. Wir waermten uns eine Weile in der Huette auf und waren begeistert von unserer neuen Ausruestung. Die etwas teurere Icebreaker Kleidung hatte sich wirklich bewaehrt, selbst unserer Socken blieben noch lange trocken, auch wenn unserer Schuhe dem Regen schon nach weingen Meter nachgegeben hatten.

Kira und Martina falls man sie nicht erkennen sollte
Danach ging es v.a. bergab, allerdings ueber z.T. sehr unwegsames Terrain und Timor hatte einmal grosses Glueck als er abrutschte aber von einem Busch am Wegrand aufgefangen wurde. Hier oberhalb der Baumgrenze war man dem Wetter wirklich schutzlos ausgeliefert und auch wenn der Regen etwas nachgelassen hatte pfiff der Wind besonders stark.

Wir naehern uns dem Lake Mackenzie von oben
Bald konnten wir dann von oben schon unsere Huette und den Mackenzie See neben ihr sehen. Kaum hatten wir die Baumgrenze wieder erreicht fanden wir uns in dem absonderlichsten Regenwald wieder, den wir bisher gesehen hatte. Kira fiel dazu nur die Bezeichnung "verwunschener Zauberwald" ein, so dicht und gruen mit moosbewachsenen korkigen sehr sehr alten Baeumen und Farnen, total schoen!



Erschoepft aber gluecklich an der Huette
Trotzdem freuten wir uns sehr als wir endlich die Huette erreichten, in der schon ein heisses Kaminfeuer brannte an dem wir unsere Schuhe trocknen und uns waermen konnten. ES war urgemuetlich in der Huette mit Martina und 2 anderen sehr netten Deutschen bis zum Abend Karten zu spielen, aber muede wie wir waren fielen wir sehr frueh ins Bett.

Die besten Plaetze nahe am Ofen waren schnell weg

Da es am naechsten Morgen nicht regnete nutzten wir die Gelegenheit als die meisten anderen noch schliefen in den eiskalten See zu springen. Die Kaelte stach wie 1000 Nadelstiche aber danach war uns wenigstens schoen warm, was auch gut war, denn es fing schon wieder an zu regnen und war auch wesentlich kaelter heute.


Mooswasserfall
Wir liefen wieder mit Martina zusammen und liessen uns heute viel Zeit, da unser Bus erst um kurz vor halb 5 kommen sollte uns aber mittlerweile klar war, dass wir niemals so lange brauchen wuerden. Ein Grossteil des Weges fuehrte heute wieder durch Regenwald und kurz vor der naechsten Huette vorbei an den 134m hohen und sehr beeindruckenden Eeland Falls.


Als wir auf der Huette Mittagspause machten hatten wir zum ersten Mal Kontakt mit Sandflies, fiese kleine schwarze Fliegen, die in millionenfacher Zahl auftreten und dicke, rote, ewig juckende Bisse hinterlassen. Wir sollten sie danach noch sehr viel oefter treffen.

Talblick, dort irgendwo muss das Ziel sein
Nach der Huette liefen wir alleine weiter, da Martina einen frueheren Bus bekommen musste und goennten uns noch einen sidetrip zum Key Summit hoch, von wo aus man trotz des dunstigen Wetters einen tolle Sicht ins Tal und auf den Bergsee Lake Marian hatte.


Am Ziel!
Als wir schliesslich abends zurueck in Queenstown waren, kam nach einer langen heissen Dusche erstmal das worauf wir uns seit Tagen schon freuten: Ein Besuch bei Fergburger, laut Kiwi- Meinung das beste Burgerrestaurant Neuseelands. Waehrend Kira den (ausgezeichneten) Falafelburger "Bun Laden" genoss, goennte Timor sich nichts Geringeres als den groessten Burger der Karte : BIG AL mit doppelt Fleisch, doppelt Bacon, doppelt Spiegelei, doppelt Kaese... Ein feines Bier einer Microbrewerie war dann der kroenende Abschluss unseres Fjordland Abenteuers 

Seit den Tagen im Fjordland/Mt. Aspiring National Park war uns der Regen ein treuer Gefaehrte. Es fing mit einem durchgaengigem Regentag in den Catlins an der Suedspitze von der Suedinsel an. Es stuermte und regnete in einem fort. Sehr traurig wenn man bedenkt wie noch sehr viel schoener als wir sie eh schon fanden die Landschaft bei Sonnenschein sein musste. Man fuhr durch sanftgeschwungene Huegel, mal an Steilkueste mit heftiger Brandung, mal an Schafsweiden vorbei. Die Besiedlung ging gegen null...das ist sowieso ein Phaenomen was Neuseeland so besonders macht. In dem ganzen riesigen Land leben nur etwas mehr als 4 Millionen Menschen, davon ueber die Haelfte in Auckland. Die Natur kommt durch die fehlende Zersiedlung erst richtig zur Geltung und die Umweltverschmutzung haelt sich stark in Grenzen.

Catlins Coast. Wer findet den Pinguin?

Erst gestern sind wir wieder einen Highway runtergefahren auf dem uns im halben Stunden Takt mal ein einziges Auto entgegenkommt. Es ist uebrigens aeusserst angenehm wie freundlich die Autofahrer hier sind. So etwas haben wir noch in keinem Land der Erde erlebt. Die Autos lassen einen ueberholen wenn sie merken dass man schneller ist als sie (fahren dazu auf den Standstreifen). Auch die Trucker machen das! Man stelle sich mal so nette und relaxte LKWfahrer in Deutschland vor. Ein anderes Beispiel sind diese absurd oft vorkommenden einspurigen Bruecken auf der jeweils eine Richtung Vorfahrt hat. Wenn die Autofahrer auf der Vorfahrtseite merken, dass man schon ein kleine Weile warten muss, halten sie von sich aus an und lassen einen vor...

aber zurueck zu den Catlins... dort bauten wir zum ersten Mal unser Zelt im Regen auf. Und waren erstaunlich schnell. Dies sollten wir noch oefter trainieren koennen.

Voila!
Zum Campen versuchen wir eigentlich immer schoene Campgrounds auszuwaehlen. Die recht komfortablen (super Ausstattung mit grosser Kueche, Waschgebaeuden mit Laundry und TV Lounge usw....) TOP 10 Holiday Parks sind zum einen teurer (auch wenn sie verglichen mit deutschen Preisen recht guenstig sind) und auch nicht sehr naturbelassen/romantisch.

Blick aus unserem Zelt
Wir hatten in den Catlins Glueck einen Campingplatz zu finden, welcher Stellplaetze hatte, auf denen man sich vorkam als waere man alleine und der naechste Nachbar Meilen entfernt. Eingekuschelt von riesigen Flaxen, auf einer Klippe, so dass man stets die starke Brandung hoerte.

BBQ mit Seeblick, ein weiterer traumhafter Campground auf dem Weg an die Westcoast

Ein weiteres Highlight war das Camping am Fox Glacier. Hier treffen Regenwald, Gletscher und Meer zusammen. Eine unglaublich beeindruckend schoene Landschaft! Wir trafen bei stroemendem Regen an unserem "Campground" (no facilities except a pit toilet and a rainwater tank) am Gillespie Beach an.

Zu diesem Campground kamen auch wirklich nur die Mutigen!
Typisches Westcoast Wetter eben. Denn hier treffen die dicken Wolken von der Tasman Sea, welche fuer tausende von Meilen nicht auf Berge getroffen sind auf die Southern Alps und regnen ab. Dies ist auch Grund fuer den fantastischen Regenwald neben dem die beiden Gletscher Fox und Franz Josef in rasanter Geschwindigkeit wachsen und schmelzen. Ein Beispiel fuer die phaenomenale Geschwindigkeit in der sich das Eis Richtung Tal bewegt ist ein Flugzeug, welches an der Gletscherzunge gefunden wurde- 6,5 Jahre nachdem es auf dem Kamm abgestuerzt ist...

Wir ignorierten saemtliche Warnungen (und hier wie auch in ganz Neuseeland gibt es viele! Warnschilder
siehe auch obiges Bild) und liefen fast bis an die Gletscherzunge ran.

Fox Glacier Terminalface
Es sollte den ganzen Nachmittag und Abend schuetten, so dass wir im Auto sassen und lasen. Wir schafften es noch ein schnelles leckeres Essen auf dem Gaskocher zu kochen, wobei man hoellisch aufpassen musste nicht von Sandflies aufgegessen zu werden, von denen wimmelte es an der Westkueste naemlich! Sandflies ohne Ende....
Der Morgen sollte uns jedoch entschaedigen. Wir wachten auf und es war schoenster Sonnenschein. Das Zelt stand zwar nicht auf dem Strand, aber in unmittelbarer Naehe, so dass wir erstmal diese fantastische Szenerie an selbigem in uns aufnahmen. Ueberall lag Treibholz, die Wellen waren gross, ein blauer Dunst hing noch schwer ueber der Brandungslinie und alles Gruen glitzerte noch vom Regen. Hinter einem ragten die Berge, mit dem vom Wald eingefassten Gletscher.

Wir stellten unseren coolen Campingklapptisch dort auf und genossen das Fruehstueck am Strand.

It`s breakfast time at Gillespie Beach!

Ein Highlight an der Westcoast war der Stop in Punakaiki. Wir uebernachteten im Garten eines suessen Hostels direkt am Strand und wurden mit einem wahnsinnig kitschigen Sonnenuntergang fuer die Strapazen der letzten Regentage entschaedigt.

Am naechsten Tag schauten wir uns hier noch die beruehmten Pancakerocks an, natuerlich nicht ohne einen ganzen Stapel selbiger zum Fruehstueck verdrueckt zu haben.

Natuerlich waren wir auch in Dunedin. Die Stadt die noch schottischen Flair atmet. Wir wuerden nicht so weit wie der Lonely Planet gehen, der die Stadt mit Edinborough vergleicht, hatten aber eine super Zeit dort! Wir buchten uns dort in ein Hostel ein, da wir zentral in der Stadt schlafen wollten. Wir landeten in einer alten grossen Villa, die zum Hostel umgebaut worden war und sehr viel Charme hatte.

Unser Hostel in Dunedin
Es war fuer uns wie Wochenende, denn die Devise fuer Dunedin war: entspanntes Sightseeing und viel Ausruhen... genial mal wieder auszuschlafen und dann taten wir was unerhoertes> nach einem grossen Pancake Fruehstueck schlappten wir in die TV Lounge, die um diese Uhrzeit komplett leer war, kuschelten uns in ein Sofa und schauten einen Film! Abends waren wir dann mal in einer Pizzeria essen. An dieser Stelle sei eine andere Besonderheit dieses Landes bzw. ihrer Restaurantszene erwaehnt. In den meisten Restaurants kann man hier seinen eigenen Wein mitbringen. Man zahlt dann in der Regel 4 $ corking fee und kann dann seinen eigenen Wein trinken. Total super!

Endlich fanden wir in Dunedin einen trashigen Plattenladen, wo man noch Kassetten kaufen konnte. Unser japanisches Importauto konnte naemlich nur die UKW Frequenzen von 70-90 MHz wiedergeben... leider gibt es in NZ in diesem Wellenlaengenbereich keine Radiosender. Die eine Kassette die Kira beim Wicked Camper Free Shelf mitgenommen hatte, enthielt gaanz tolle Oldie Schnulzen: Best of Jim Reeves and Patsy Cline (kennt die jemand???). Es dauerte nur 300km bis wir die Kassette mit den insgesamt 5 Liedern in und auswendig kannten und halbwahnsinnig und schwindelig vor so viel Liebe aus dem Auto stiegen 

Die steilste Strasse weltweit, mit 40% Steigung! Baldwin Street in Dunedin
Langsam wurde die Zeit auf der Suedinsel auch knapp und es gaebe noch sooo viel, was wir gerne sehen wuerden, aber da wir auch die Nordinsel kennenlernen wollten, haben wir heute frueh die Faehre nach Wellington genommen und sind so gleichzeitig vom Regen in die Sonne gefahren.

Die Interislander, der Weg in die Sonne!