Reise blog von Travellerspoint

Los Angeles

sunny 23 °C

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Der Flug nach Los Angeles dauerte ueber 12 Stunden- genug Zeit um neben 3 Filmen auch noch ne gute Tuete Schlaf zu bekommen. Es zeigte sich mal wieder, dass ein check-in bei uns nie komplikationslos verlaeuft... Kira bekam schon eine Gaensehaut als es hiess ihr ESTA Antrag (neues Verfahren zur Einreisebewilligung in die USA. Totaler Mist, denn man muss diese gruenen Waiver immer noch ausfuellen, wo genau die gleichen persoenlichen Informationen abgefragt werden. Jedenfalls muss man online so ein ESTA Formular VOR Reiseantritt ausgefuellt UND bewilligt bekommen haben...) sei nicht bewilligt worden. Na ja, nachdem dramatisch der supervisor gerufen wurde, stellte sich schliesslich raus, dass wir in dem Antrag statt einer 0 ein O in der Passnummer eingetragen hatten;) Also durfte Kira dann doch mitkommen:)

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Willkommen in Amerika

In Los Angeles wurden wir dann von einem shuttle service (vergiss den oeffentlichen Nahverkehr hier. Noch nie auf unserer ganzen Reise haben wir einen so schlecht organisierten Nahverkehr erlebt!!!) zu unserem Hotel in Anaheim gebracht. Nach ewig langer Suche hatten wir uns dieses rausgesucht- eine guenstigere und qualitativ bessere Option als die Motels (sogar die Hostels sind hier nur wenig guenstiger! und dann gibts dafuer auch nur nen dorm Bett!). Die Fahrt vom Airport dauerte ungefaehr so lange wie man von Berlin nach Portugal fliegt... Ueber 2 Stunden!!! Man wird hier wahrlich wahnsinnig was Verkehr und Entfernung angeht!

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Krasser kann der Kontrast zu Neuseeland gar nicht sein...

Das Lemon Tree Hotel entpuppte sich als wahrer Gluecksgriff: Recht ruhig gelegen und sehr liebevoll eingerichtet. Es gab sogar einen schoenen Pool mit Whirlpool. Man hatte einen kostenlosen Gas BBQ neben einem idyllischen Koi-Teich zur Verfuegung- das Hotel war von einem schoenen Garten umgeben.

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Wir freuten uns koeniglich ueber unser Zimmer: wir konnten unser Glueck kaum fassen seit Asien mal wieder ein eigenes Bad zu haben!!! Das Zimmer war sowieso wie fuer uns geschaffen: es gab eine kleine Kuechenecke mit amerikanisch grossem Kuehlschrank und viel viel Platz. Den konnten wir auch brauchen als wir unser Gepaeck, das sich seit NZ deutlich vergroessert hatte!, ausraeumten. Wie kuschlig weich uns das Queen size bed nach 7 Woche Isomatte vorkam...

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Ein riesiger Pluspunkt war die Toplage> man konnte zu Fuss (!!!) in nur 8min zu einem grossen Supermarkt laufen (!!!) und Disneyland war auch nur 10 min mit dem Auto entfernt.

An Relaxen war hier nicht zu denken! Gleich am naechsten Morgen gings dann zu Mickey Mouse! Wir nahmen ein Taxi um Punkt 10 zur Oeffnung der Tore da zu sein. Wir entschieden uns fuer den neueren erwachseneren Disney California Adventure Park.

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Kira-sehr glücklich!

Wir hatten supergutes Wetter, blauer Himmel Sonnenschein, aber nicht zu knallig heiss und dank Nebensaison wars auch nicht zu ueberfuellt (zudem war ja Freitag der 13.). Als Erstes gings in California Screaming eine grosse Achterbahn mit Looping und allem drum und dran. Timor wollte es eigentlich nur schnell hinter sich haben, aber kaum dass wir einmal damit gefahren waren , war er so begeistert, dass wir immer wieder fuhren.

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California Screamin´

Ein weiteres absolutes Highlight war auch der Hollywood Hotel Tower. Man betrat ein altes verfallenes Hochhaus und wurde vom Hotelpersonal empfangen und erstmal in die Buecherei gefuehrt, wo man die Geschichte des Hotels kennenlernte: In den 30er Jahren war dieses Hotel ein Treffpunkt der Reichen und Schoenen des Filmbiz. Bis in einer schrecklichen Nacht eine junge Familie den Fahrstuhl betrat und ein Blitz in das Hotel einschlug. Der Fahrstuhl stuerzte in die Tiefe und die Familie war nie mehr gesehen. Dann wurden wir alle in einen Fahrstuhl geleitet der erstmal hochfuhr in die hoeheren Stockwerke, wo man nochmal die Geister der verschwundenen Familie im Korridor sehen konnte. Es ging weiter hoch bis in den 13. Stock, wo sich die Tueren oeffneten und man gerade genug Zeit hatte auf den Park runter zu sehen und zu realisieren wie hoch man war, bevor der Fahrstuhl abstuerzte.... GENIAL!!!

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Hollywood Tower...

Wir hatten einen Supertag und nahmen alles mit, auch die weniger spektakulaeren aber total liebevoll animierten Shows und Rides, die uns wahnsinnig viel Spass machten.

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Der Rueckweg war ein Abenteuer fuer sich da wir es wagten mit dem Bus zu fahren. Wir verpassten den Anschluss an der einen Haltestelle und entschieden uns so den Rest zu laufen. Im Dunkeln, links die Strasse, rechts die verlassenen riesigen Parkplaetze der malls... ein wahrlich romantischer Spaziergang!

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Lobby und Frühstücksbuffet

Eigentlich war unser Plan komplett ohne Mietauto hier auszukommen, sprich ein Exempel zu statuieren. Natuerlich schafften wir es nicht! Fuer den naechsten Tag war shopping angesagt. Da wir fuer unser Geld das Maximum bekommen wollten, war unsere Intention eine outlet mall zu finden. Diese liegen recht weit draussen und in Kombination mit den miesen Oeffentlichen fuehrte es dazu, dass wir gezwungen waren doch eins zu mieten! Es war jedoch die Dollars wert! Wir verbrachten ganze 10 Stunden in der groessten outlet mall in OC!

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Man hatte eine Riesenauswahl, von Fossil ueber Adidas bis Calvin Klein gab es alles was das Herz begehrt! Und zu super Schnaeppchenpreisen. Wir endeten mit 15 verschiedenen Tueten! Verrueckt! Ausgehungert - weder Geld noch Zeit was zu essen :) - und muede kamen wir spaetabends dann ins Lemon Tree zurueck.

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Wohlverdiente Erholung :)

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Pancake House: Timor und seine Pancakes...so viele dass wir am Ende ein doggy bag brauchten!

Die restlichen beiden Tage verbrachten wir mit Entspannen am Pool und Fernsehen (+ Mikrowellenpopcorn!!!) im Bett. Eben all das was wir zu Hause nicht machen koennen!

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Der Endkampf...alles muss rein!

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...und am Ende brachte unser Gepäck stolze 94 kg auf die Waage! Da freut man sich über einen Trolley-oder zwei!

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Ein A340-600, das längste Passagierflugzeug der Welt, bringt uns bald nach London. Nach 5 Tagen wieder ein 12h Flug- kaum hat man sich an die westcoast zeit gewöhnt, bald wieder Zeitverschiebung...! (für Interessierte: der längste Flug der Welt ist New York-Singapore. Die -500er Version bringt die 181 Passagiere - halb besetztes Flugzeug zur Reichweitenmaximierung - in 18h 18min zum Ziel. Krass!

Dies ist der letzte Blogeintrag und uns wird doch ein wenig schwer ums Herz! Wir danken all unseren regelmaessigen Lesern fuer ihre Treue ;) und freuen uns die meisten von Euch sehr bald wiederzusehen.

Eingestellt von hi-timor 11.03.2009 16:02 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (0)

North Island NZ

Das Ende naht- die Loeffel fangen an zu rosten...

all seasons in one day 20 °C

Ja, dass ist nicht gelogen. Letztens als wir den Abwasch machten fiel uns auf, dass unsere qualitativ hochwertigen Loeffel aus rostfreiem Stahl anfingen vor sich hin zu rosten. krass!

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Unser Kofferraum...voller Essen...

Von Wellington fuhren wir nach einer Mordsinternetsession (siehe letzten Blogeintrag) gleich hoch nach Wakapapa Village am Rande des Tongariro National Parks. Fuer alle nich Herr der Ringe Fans> hier wurden die finalen Szenen mit Vulkanen und so gedreht. Ist sowieso ganz witzig wie in unserem offiziellen Strassenatlas (der war aber wirklich teuer!) ueberall auf der ganzen Insel verteilt dieses Ringsymbol auftaucht. Heisst soviel wie hier wurde fuer die Trilogie gedreht...

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Unendliche Fleischauswahl in Neuseeland. Dies ist nur ein kleiner Teil der Fleischkuehltruhe...wahnsinnig billig und super lecker! Fleisch ist eines der Top Exportgueter von NZ

Das Village ist der letzte Posten der Zivilisation vor einer riesigen Flaeche unberuehrter Natur- mehrere Vulkane recken sich bedrohlich in den Himmel und der Wald bildet einen Ring um sie... haben das aus dem Flugzeug schon gesehen als wir nach Christchurch flogen. Sah aus als haette jemand mit dem Zirkel einen Kreis um die Vulkane gezogen! Das Highlight was in kaum einer NZ Reise fehlen darf stand hier an: Die Tongariro Alpine Crossing, ein harter daywalk einmal auf den Vulkankrater rauf und auf der anderen Seite wieder runter.

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In Rotorua hatten wir eine Campingplatzziege...

Das Village war wirklich winzig mit dem einzigen Laden in der Campground Rezeption drinnen... Gluecklicherweise hatten wir ja einen riesigen Lebensmittelvorrat mit dem wir Wochen haetten ueberleben koennen :) Wir waren so froh mal 2 Naechte hier zu schlafen. Bis jetzt war es immer ein 1 Tag an einer location Rhythmus gewesen. Wir hatten so zwar wahnsinnig viel gesehen, aber es strengt schon ziemlich an jeden Tag das Zelt auf und abbauen zu muessen... mal abgesehen vom Fahren. Der Campground lag wunderschoen an einem kleinen Bach und wir hatten eine sehr romantische site umgeben von dichtem Wald.

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Eiseskaelte vor Sonnenaufgang, am Beginn der Wanderung

Am naechsten Tag hiess es dann sehr frueh aufstehen, um den 7 Uhr Bus zu kriegen. Der shuttelte einen dann zum Trailhead von wo es aus losging. Vorher dann wieder jede denkbare Warnung zu Hypothermie, ploetzliche Wetterumschlaege und den Plumpsklos aufm Weg (gab naemlich nur wenige Klostopps entlang des Pfades und auf Vulkanen gibts keine richtigen Buesche hinter denen man sich verstecken kann :) So gabs dann auch eine lange Schlange kurz vorm Devil's Staircase mitten in der Einoede... vor einem Plumpsklo! Voellig skurril!

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Gerade am Anfang waren wir etwas genervt von den Menschenmassen, die sich hier hochquaelten. Hat eben auch Nachteile wenn man NZ beliebtesten Daywalk laeuft. Es gab richtige Schulklkassen, die auf dem schmalen Weg nicht gerade einfach zu ueberholen waren! Aber je weiter wir kamen desto mehr verteilte sich das Feld. Amuesant waren die Japaner und Chinesen mit ihren huebschen Turnschuehchen :) aber auch die schafften es irgendwie!

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Devil`s staircase

Es war super Wetter (Entschaedigung fuer den Regen am Routburn). WIr hatten wirklich Schwein, denn sowohl vor als auch nach diesem Tag war es eher durchwachsen und 3 Tage danach wurde der Track sogar fuer 5 Tage komplett gesperrt wegen schlechtem Wetter! Wir genossen den Sonnenaufgang ueber der Ebene und erlebten wie das schwarze Lavagestein langsam in Licht getaucht wurde. Unten gab es noch viel wunderschoene bluehende Heide und hohe Graeser mit dicken Wedeln oben dran. Es wurde aber immer karger als wir die nicht endenwollende Steigung des sog. Devil's Staircase erlitten... da war es schon bruetend heiss und wir am Schnaufen und Pusten!

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Red Crater

Trotzdem erreichten wir den Red Crater noch vor der Durchschnittszeit. Es gab ein paar Richtzeiten, vor denen man bestimmte Landmarks erreicht haben musste um noch den letzten Shuttlebus am Ende der Wanderung zu kriegen. Das war hilfreich, denn es gab mehrere Sidewalks, die man noch extra laufen konnte. Der krasseste war nur fuer absolute mountaineers vorgsehen mit entsprechender Ausruestung. Es ging naemlich auf unmarkiertem Weg den einen sehr steilen Vulkan hoch, auf rutschigem Lavasand mit einer ungefaehren Steigung von 30-40%. Das richtige Schlimme musste der Abstieg sein, gerade fuer Leute mit Hoehenangst. Die Ranger meinten, wenn man einmal ins Rutschen geraet, kommt man erst unten wieder zum Stillstand.... na ja den machten wir natuerlich nicht. Aber wir erklommen den Gipfel des Tongariro Vulkans von dem man atemberaubende Blicke ueber die anderen Vulkanformationen, das Meer und die Ebene dahinter hatte!

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Blick vom Gipfel des Mt Tongariros, wir machten zusaetzlich zur Hauptwanderung noch einen kleinen 1.5h sidewalk hierhin- war jeden Schweisstropfen wert!!!

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Mt. Tongariro summit, im Hintergrund der Vulkan auf den der verrueckte sidewalk fuehrt

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Es ging dann irgendwann sehr steil auf rutschigem Grund runter zu einem Plateau auf dem die Emerald Lakes (kein Wunder bei dieser unnatuerlich tuerkisen Farbe)lagen. Es roch uebrigens ueberall gut nach Schwefel...

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Abstieg zu den Emerald Lakes- die kleinen schwarzen Punktesind Wanderer, die gerade die Steigung hinab schliddern- war aber ein grosser Spass

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Am Ende dieser Wanderung waren wir total fertig. Wir schafften es trotzdem erstaunlicherweise in einer Rekordzeit und hatten so richtig viel Zeit um ein Mordsessen vorzubereiten das in einem Massaker endete (Timor und Fahijtas-muss man noch mehr sagen...)!

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Plumpsklo mit Aussicht und vielen Fliegen

Kaum dass wir aus Tongariro abgefahren waren, fing es auch schon wieder an zu regnen, was hatten wir doch fuer ein Glueck mit dem Wetter gehabt. Jetzt stoerte uns der Regen nicht so sehr, denn unser naechster Stop waren die Waitomo Glowworm Caves.

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Hobbitland

In der Gegend um den wirklich winzigen Ort Waitomo (1 Campingplatz, 1 Cafe, 1 Motel, 1 Visitors` centre that`s it) liegen hunderte von Hoehlen unter leuchtend gruenen Huegeln versteckt. Man fuehlt sich sofort ins Hobbitland versetzt und tatsaechlich wurden die Hobbitlandszenen auch hier in der Naehe gedreht. In einigen der Hoehlen gibt es Gluehwuermchen, die eigentlich Fliegenmaden sind und lange klebrige Faeden von der Hoehlendecke baumeln lassen, um Insekten damit zu fangen. Damit die Insekten sich ueberhaupt erst in den Faeden verfangen leuchten die Maden.

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Es gibt natuerlich 1000 Touranbieter zu verschiedenen Gluehwuermchenhoehlen und wir entschieden uns ausnahmsweise mal die etwas teurere, aber dafuer nicht mit Bustouren ueberlaufenen Tour und das war definitiv die richtige Entscheidung!
Morgens um 10 wurden wir von Norm, Vollblutkiwi, zu zwoelft abgeholt und zur Hoehle mit dem schoenen Namen "Spellbound" gefahren. Die Tour war sehr persoehnlich gehalten, so dass wir uns auch alle erstmal vorstellen mussten und man auch spaeter sehr nett mit den ANderen ins Gespraech kam. Auf dem Weg dorthin erzaehlte uns Norm alles zur Entstehung der Hoehlen. Man muss sehr aufpassen wenn man sich in diesem Gebiet alleine bewegt, denn es gibt oft versteckte "Tomos". Das sind Spalten in der Erde die bis zu ueber 100m tief in die darunterliegende Hoehle fuehren.

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Wir Hoehlenforscher...

Vor der Hoehle wurden wir alle mit Helmen ausgestattet und liefen dann im Gaensemarsch in die Hoehle hinein. Es war gruselig, dass man wirklich ueberhaupt gar nichts sah, als wir zwischendurch alle Lampen ausmachten. Schliesslich stiegen wir in ein Schlauchboot und fuhren auf dem unterirdischen Fluss immer tiefer in die Hoehle hinein. Ueber uns ein "Sternenhimmel" von Gluehwuermchen, das ist wirklich atemberaubend schoen und erzeugt eine ganz besondere Atmosphaere. Faszinierend ist auch wie schnell sich die Augen dann an die Dunkelheit gewoehnen, als wir spaeter die Hoehle verlissen reichte der Schein der Gluehwuermchen aus, um den Weg zu finden.

Nach einer gemuetlichen Tee- und Kaffee- Pause gings noch zu Fuss in eine Tropfsteinhoehle. Dort zeigte sich wieder die Gefahr der Tomos: So fanden wir das Skelett einer ganzen Kuh, die die 38m in die Hoehle abgestuerzt war.

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Campground Rotorua

Am naechsten Tag fuhren wir weiter nach Rotorua, einem Ort, der wegen der vielen heissen Quellen schon von weitem nach Schwefel riecht. Dennoch vergisst man das immer wieder, so dass Kira sich abends im Zelt immer voellig verwirrt fragte, was hier denn so mueffelte :)

In Rotorua war Whitewater Rafting angesagt. Wir hatten kurz ueberlegt uns fuer die mittlere Variante mit Grad 4 Stromschnellen (es geht von 1 bis 6, wobei 6 nur noch von Profis geraftet werden kann) entscheiden sollten, aber Timor beschloss spontan, "wenn schon, denn schon" und waehlte die haerteste Tour mit Grad 5 Stromschnellen und einem 7m tiefen Wasserfall. Wir hatten uns mit Martina verabredet, die es gerade noch schaffte mit dem Bus morgens in Rotorua zu sein und auch mit Raften ging.
Waehrend wir alle zum Raftingcentre gefahren wurden hatten wir schon Gelegenheit uns ein paar Fotos anzusehen und dabei wurde einem schon ein bisschen mulmig zumute: Auf fast allen Fotos sah man wie sich das Raft beim 7m Wasserfall ueberschlug.

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Trockenuebung

Wir bekamen alle Neoprenschuhe, Schwimmwesten und Helme und wurden dann auf die Rafts aufgeteilt.
Wir drei landeten mit 4 anderen deutschen Maedels in einem Raft (Timor war also mit unserem Guide Pete der Hahn im Korb), die auch alle noch nie zuvor geraftet waren. Zuerst gabs eine Trockenuebung im Paddeln und in der Wasserfallposition (tief ins Raft hocken, an zwei Riemen festhalten, Paddel an die Seite, Kopf runter und tiiiief Luft holen) und den Hinweis, uns bei einem Ueberschlag gut am Raft festzuhalten und in der Luftblase darunter zu auszuharren, bis Pete das "ok" zum Loslassen gab. Spannend!

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Wir sitzen uebrigens in der 2. u 3. Reihe auf der rechten Seite (Fahrtrichtung)

Dann gings endlich los und ab durch die Stromschnellen, was grossen Spass machte, auch wenn Pete ein bisschen verzweifelte, weil wir quer durcheinander paddelten. Immer wieder uebten wir auch die Wasserfallposition auch an einem 3m Wasserfall der uns schon allen gross genug vorkam.

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Der kleine 3 m Wasserfall zum Ueben...

Schliesslich hielten wir vor dem 7m Wasserfall und wer wollte hatte jetzt die Chance auszusteigen und den Wasserfall zu umlaufen, aber obwohl es ploetzlich recht still im Boot war, wollte das auch niemand. Wir mussten eine ganze Weile warten bis wir los durften, da wir als Letzte fuhren und sich vor uns ein Raft ueberschlagen hatte, dass erst umgedreht werden musste.

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Stromschnellenspass. Martina ist uebrigens die hinter dem Wasserschwall...

Dann gings los: Ein irres Gefuehl auf diese Kante loszufahren, dann in Sekunden runterzurasen und mit dem ganzen Raft abzutauchen- TOTAL GENIAL!! Es machte wahnsinnigen Spass und wir waeren am liebsten gleich nochmal runtergefahren. Ausser einem blauen Knie sind wir unversehrt wieder aus dem Wasser gekommen und konnten den Tag dann noch sehr entspannt in den heissen Quellen ausklingen lassen.

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3...und weg waren wir

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und hier sind wir wieder!

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Hoch und runter auf der Coromandel Peninsula

Die letzte Station sollte Coromandel Peninsula werden. Sie bot sich an weil traumhafte Straende gute Erholung boten und die Region auch nicht ganz soweit von Auckland lag. Die Strasse dorthin schlaengelte sich an der Kueste entlang- man hatte wieder mal surreal schoene Aussichten auf sattgruene Huegel die ins Meer fielen, kleine romantische Buchten, dazwischen immer wieder alte knorzelige Baeume. Man konnte hier nur 50 fahren weil die Strasse so eng war, dass man jedesmal einen kleinen Schreck bekam, wenn Gegenverkehr ploetzlich in einer dieser scharfen Kurven auftauchte!

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Wir fanden dank Lonely Planet einen Farmstay, wo man sein Zelt aufstellen konnte. Dieser lag zwar nicht direkt am Wasser begeisterte uns aber sehr. Wir konnten praktisch irgendwo auf dem Gelaende der Farm unser Zelt platzieren und es gab eine Kueche und ein Bad, welches man benutzen konnte. Abends machten wir ein schoenes Lagerfeuer (endlich! das erstemal wo wir das Feuerholz nutzen konnten, was wir durch ganz NZ gefahren haben...ueberall waren offene Feuer verboten- sogar an der verregneten Westcoast!) und grillten.

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Natuerlich mit Aussicht auf gruene mit Schafen bepunktet Huegel, Bergen und direkt vor uns ein kleiner sich hinschlaengelnder Bach. Total romantisch. Und wir waren praktisch komplett alleine! Am Morgen probierten wir uns dann im Kuh melken und Lamm fuettern... witzig! Zum Fruehstueck gabs leckere frische Eier direkt vom Feld!

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Mit dem Auto ueber die Huegel und durch Baeche der 1290 ha grossen Farm zu dem Anfang eines Bushwalks. Hier erwies sich unser Auto als guter Gelaendegefaehrte!

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Der walk fuehrte uns an einem Bach entlang, den man staendig kreuzen musste...nasse Fuesse vorprogrammiert:) Die Belohnung war....

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...ein Bad im Wasserfall, natuerlich nackt :)

Wir goennten uns einen faulen Tag am Strand. Dazu gings auf einer noch abenteuerlicheren unbefestigten Strasse (Gravel) zu einer kleinen Bucht mit feinstem Sandstrand und hawaiimaessiger Atmosphaere. Wir waren dort ganz alleine, war dies naemlich ein Geheimtipp eines Kiwis und in keinem Reisefuehrer erwaehnt!

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Das Wasser war halbwegs warm fuer NZ Verhaeltnisse und wir hatten viel Spass mit unserem australischen Waboba (water bouncing ball. Neue Spielerei: ein kleiner Ball der auf der Wasseroberflaeche abprallt wenn man ihn wirft...hatten wir uns in Sydney gekauft).

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In solchen sonnigen Momenten pflegten wir immer zu sagen> Neuseeland kann auch anders! Herrliches Wetter am Strand!

Jetzt sind wir in Auckland und sehen etwas traurig unseren letzten Stunden in diesem wahnsinnig tollen Land entgegen. Wir fliegen heute abend um elf mit einer 747-400 mit Air New Zealand nach L.A. und werden versuchen das onboard entertainment system (Janco!!!! Deko!!!! hahaha..., ist aber total cool mit touchscreen Bedienung und so...kann bestimmt mit KLM mithalten.) bestmoeglich auszunutzen. Schlaf wird ja sowieso ueberbewertet!
In L.A. haben wir uns schon eine Unterkunft gebucht- ganz in der Naehe von Disneyland...

Eingestellt von hi-timor 10.03.2009 16:32 Archiviert in Neuseeland Kommentare (0)

NZ Suedinsel 2. Teil

Es gibt kein schlechtes Wetter- nur falsche Kleidung, ha ha!

all seasons in one day 18 °C

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Der erste Stop mit unserem neuen Wagen fuehrte uns nach Oamaru. Ein kleiner Ort an der Ostkueste, ungefaehr 200km suedlich von Christchurch. Ein Wort zum neuen Auto: eigentlich baten wir den Fritzen von der Vermietung uns bloss den gleichen kleinen Toyota Starlet wiederzugeben... aber wie das Schicksal es wollte hatte er an dem Tag wo wir den Wicked Camper abgaben nur noch einen uebrig- einen Kombi. Na gut, dachten wir unbegeistert ueber hoeheren Benzinverbrauch und so... hatten ja keine Wahl! Aber schon nach einer Stunde, naemlich nach einem 99 Dollareinkauf bei Pak n safe wussten wir den Extraplatz zu schaetzen. Der ganze Kofferraum wurde unsere Vorratskammer und auf der Rueckbank verstauten wir Camping gear und Klamotten. Wir wussten nicht wie wir das alles mal in einen Kleinwagen gestopft hatten...

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Oamaru ist beruehmt fuer seine blue penguin colony. Es gibt dort ein Schutzprojekt, welches Nistraeume und geschuetzten (vor allem vor uns Menschen, die zu schnell Auto fahren und immer naeher an die Tiere wollen fuer Fotos...) Lebensraum an Land schaffen. So konnte man dann auch nur gegen Bezahlung zur abendlichen Penguin watching "show" kommen. Man sass auf einer Holztribuene und beobachtete im Scheinwerferlicht (Natriumdampflampen-dieses Spektrum des Lichts koennen die Penguins nicht wahrnehmen) wie die weltkleinsten Pinguine (30cm hoch) aus dem Wasser krabbelten und zu ihren Nestern watschelten. Das war viel besser als jedes Kino und wir lachten so viel an diesem Abend. Denn es war nicht so einfach bei der starken Brandung aus dem Wasser zu kommen und wenn die Pinguine das erst Mal geschafft hatten kamen noch weitere Huerden bis sie sich entspannt im Nest zuruecklehnen konnten. Zuerst galt es geduldig auf seine Kumpels warten. Pinguine jagen zwar einzeln im Wasser, an Land geniessen sie jedoch den Schutz des Rudels. Wenn sich eine Gruppe gebildet hatte gings dann vorsichtig im Gaensemarsch ueber die Felsrampe. Aber Achtung! Da lagen ja zwei Fur Seals... die kleinen blue penguins waren nun im Vollstuck- Houston, wir haben ein Problem! Die fur seals sind zwar ungefaehrlich fuer sie, im Wasser werden sie jedoch von Seeloewen und Seeelefanten gejagt und es besteht nun mal eine gewisse Aehnlichkeit zwischen diesen und Robben... also blieb die Kolonne erstmal stehen. Vorsichtig gings dann weiter, oft liess man erstmal ein paar seiner Kumpels vorlaufen und die Lage checken. Man waehlte eine Route, die moeglichst weit an beiden vorbeifuehrte was nicht so einfach war, denn sie lagen wie zwei Waechter auf beiden Seiten! Wenn sich eine Robbe mal bewegte brach grosse Panik aus und die Pinguine versuchten schnellstmoeglich zurueckzukommen... natuerlich war das mit einem grossen Durcheinander und Gestolper verbunden. Wie gesagt, wir hatten Riesenspass dieses "coming home" zu beobachten.

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yellow eyed penguin, der uns in den Catlins ueber den Weg watschelte

Am naechsten Tag hatten wir dann noch eine Privat Behind The Scenes Tour in der uns ein Meeresbiologe ueber das Gelaende fuehrte und viel ueber das Projekt erzaehlte. Das Highlight hier war die Moeglichkeit Babypinguine und sich mausernde Pinguine zu beobachten. Die moulting (Mauserung) Phase fing gerade an und so waren neben ein paar wirklich knuffeligen Babypinguinen auch ein paar erwachsene Tiere tagsueber im Nest. Total Cool!

Die Ostkueste verwoehnte uns sehr mit dem Wetter. Es war immer warm und sonnig, jedenfalls warm genug um tagsueber im T Shirt rumzulaufen. Wir hatten konnten bis dahin auch noch nicht nachvollziehen warum so viele Leute NZ mit Mozzies und Sandflies verbinden... noch nicht! Der Regen sollte uns frueh genug einholen!

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Noch scheint sie, die Sonne ueber dem Fjordland National Park

Schliesslich war es dann soweit: der Routeburn Track stand vor der Tuer! Der Routeburn Track in Fjordland ist einer der sog. Great Walks in Neuseeland und soll nach dem noch bekannteren Milford Track einer der schoensten sein (im weltweiten Ranking in den Top Ten der schoensten Wanderungen). Dementsprechend ueberlaufen ist er auch, so dass Timor die Paesse fuer die Huetten schon Monate vorher von Berlin aus gebucht hatte. Wir hatten uns fuer die 3- Tagesvariante entschieden, mit 2 Ubernachtungen auf Huetten. Der Routeburn Track war schon vorher auf unserer Reise immer wieder ein grosses Thema, v.a. Kira zweifelte etwas an unserer koerperlichen Fitness:) .

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Anfahrt auf Queenstown

Zwei Tage vor dem Track kamen wir am Nachmittag in Queenstown (liegt in der Naehe des Startpunktes) an und mussten erstmal zusehen eine vernuenftige Ausruestung zusammen zu bekommen. Wir liefen die naechsten Stunden von Outdoor Laden zu Outdoorladen bis wir schliesslich alles zusammen hatten, einschliesslich 2 geliehener Wanderrucksaecke, Schlafsaecke und Regenhosen. Schliesslich statteten wir noch dem DOC (Department of Conservation) Office einen Besuch ab, um die Tickets fuer die Huetten abzuholen und uns eine aktuelle Wettervorhersage geben zu lassen. Im Office wurden einem schnell ein wenig mulmig, da soviel Aufwand zum Thema Ueberleben auf dem Routeburn Track betrieben wurde. Sie rieten einem Rettungsdecken, Trillerpfeifen, Notfallessen fuer mindestens einen Tag mehr und und und mitzunehmen, zudem mussten wir ein Papier ausfuellen, wann wir wo ankommen wollten und ein "Panic date" angeben, ab wann wir gesucht werden wollen. Da es zudem noch eine Cyclonwarnung fuer den 2. Tag des Tracks gab, waren wir doch sehr aufgeregt. Als wir abends im Supermarkt Essen fuer die 3 Tage einkauften, sorgte v.a. Kira dafuer auch ja ganz viel und hochkalorisches Essen einzukaufen :)

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Beginn des Milford scenic drives

Und was macht man am Besten am Tag vor dem grossen Track? Richtig einen moeglichst langen Ausflug. Da wir leider nicht die Zeit hatten am beruehmten Milfordsound ein paar Tage zu verbringen, setzten wir uns ins Auto und versuchten so weit wie moeglich bis nach Milford zu kommen, denn allein die Autofahrt dorthin sollte schon wahnsinnig schoen sein.

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Blick auf die Berge von unserem Picknickplatz unterwegs

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Mirror lakes entlang der Strecke

Als wir schliesslich zurueck in Queenstown waren, war es schon nach 9 und wir hatten noch nichts gepackt. Heute goennten wir uns den Luxus eines Doppelzimmers und das war auch gut so, denn beim Packen herrschte ein riesiges Chaos im Zimmer. Nebenbei mussten wir noch Essen kochen und ein letztes Mal vor dem Track duschen, so dass wir erst um halb eins mit Packen fertig waren (natuerlich hatte laengst nicht das ganze Essen in die Rucksaecke gepasst und sie waren trotzdem sehr voll und sehr schwer).

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Kira packt unsere Rucksaecke

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Schoener Wanderer...

Frueh am naechsten morgen gings los. Ein Bus brachte uns und viele andere Tracker zum Startpunkt des Tracks, dem Routeburn Shelter. Heute hatten wir wunderschoenes Wetter mit strahlendem Sonnenschein. Gerade das erste Stueck des Tracks lief sich sehr angenehm und es ging immer nur maessig bergauf. Man lief durch farnbewachsenen Regenwald, oft durchbrochen von tuerkisfarbenen Stroemen und Wasserfaellen, ueber die stark schaukelnde Haengbruecken fuehrten.

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Kira schaukelt ueber eine der vielen Swing Bridges

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Brotzeit

Die letzten andertalb Stunden ging es dannn sehr steil und sehr steinig bergauf bis wir viel frueher als erwartet an unserer Huette ankamen, die auf 1000m lag.

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Traumhafter Blick ins Tal

Man traf nach und nach all die anderen Wanderer aus dem Bus wieder und alle genossen heute noch die Sonne an den schoenen Wasserfaellen oberhalb der Huette. Ein junger Franzose hatte grosses Pech und zog sich eine so tiefe Wunde am Bein zu, als er versuchte den Wasserfall hinunterzu rutschen, dass ein Helicopter gerufen werden musste.

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Abends sassen wir alle in der grossen Kueche und lauschten gespannt dem Wetterbericht des Rangers. Es sollte von morgens an immer schlechter werden mit starkem Regen und Sturm und das ausgerechnet fuer unsere laengste und anstrengendste Etappe. Wir beschlossen sehr frueh aufzustehen.

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Bestes Wanderwetter!

Als um halb sieben der Wecker klingelte schuettete es schon wie aus Kuebeln und man konnte vor Wolken und Nebeln kaum ein paar Meter weit sehen. Moeglichst fieses Wetter also. Waehrend wir ein halbes Brot, ein halbes Marmeladenglas und eine halbe Packung Frischkaese fruehstueckten, hoerten wir wie viele darueber diskutierten, ob die Strecke ueberhaupt zu laufen sei, oder ob man besser umkehren sollte.

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Wir entschieden uns zu laufen und nahmen noch Martina mit. Wir hatten sie am Abend zuvor schon kennengelernt und uns gut verstanden und sie wollte die Strecke bei dem Wetter lieber nicht alleine laufen.

Eingepackt in Regenhose und -jacke gings los. Das erste Stueck war besonders anstrengend in stroemendem Regen ging es stetig bergauf, z.T. ueber grosse, rutschige Felsen. Aber trotz des Wetters war es ein wunderschoenes Aufstieg, auch wenn man leider nur erahnen konnte wie atemberaubend der Blick ins Tal sein mussste, wenn man tatsaechlich was vom Tal sah. So merkten wir auch lange nichts vom Lake Harris der ploetzlich vor uns wie aus dem Nichts auftauchte.

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Juhu! Harris Shelter in Sicht!!

Kurze Zeit spaeter hatten wir dann auch endlich Harris Shelter eine Schutzhuette erreicht, was bedeutete, dass wir die hoechste Stelle des Tracks ueberwunden hatten. Wir waermten uns eine Weile in der Huette auf und waren begeistert von unserer neuen Ausruestung. Die etwas teurere Icebreaker Kleidung hatte sich wirklich bewaehrt, selbst unserer Socken blieben noch lange trocken, auch wenn unserer Schuhe dem Regen schon nach weingen Meter nachgegeben hatten.

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Kira und Martina falls man sie nicht erkennen sollte:)

Danach ging es v.a. bergab, allerdings ueber z.T. sehr unwegsames Terrain und Timor hatte einmal grosses Glueck als er abrutschte aber von einem Busch am Wegrand aufgefangen wurde. Hier oberhalb der Baumgrenze war man dem Wetter wirklich schutzlos ausgeliefert und auch wenn der Regen etwas nachgelassen hatte pfiff der Wind besonders stark.

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Wir naehern uns dem Lake Mackenzie von oben

Bald konnten wir dann von oben schon unsere Huette und den Mackenzie See neben ihr sehen. Kaum hatten wir die Baumgrenze wieder erreicht fanden wir uns in dem absonderlichsten Regenwald wieder, den wir bisher gesehen hatte. Kira fiel dazu nur die Bezeichnung "verwunschener Zauberwald" ein, so dicht und gruen mit moosbewachsenen korkigen sehr sehr alten Baeumen und Farnen, total schoen!

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Erschoepft aber gluecklich an der Huette

Trotzdem freuten wir uns sehr als wir endlich die Huette erreichten, in der schon ein heisses Kaminfeuer brannte an dem wir unsere Schuhe trocknen und uns waermen konnten. ES war urgemuetlich in der Huette mit Martina und 2 anderen sehr netten Deutschen bis zum Abend Karten zu spielen, aber muede wie wir waren fielen wir sehr frueh ins Bett.

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Die besten Plaetze nahe am Ofen waren schnell weg

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Da es am naechsten Morgen nicht regnete nutzten wir die Gelegenheit als die meisten anderen noch schliefen in den eiskalten See zu springen. Die Kaelte stach wie 1000 Nadelstiche aber danach war uns wenigstens schoen warm, was auch gut war, denn es fing schon wieder an zu regnen und war auch wesentlich kaelter heute.

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Mooswasserfall

Wir liefen wieder mit Martina zusammen und liessen uns heute viel Zeit, da unser Bus erst um kurz vor halb 5 kommen sollte uns aber mittlerweile klar war, dass wir niemals so lange brauchen wuerden. Ein Grossteil des Weges fuehrte heute wieder durch Regenwald und kurz vor der naechsten Huette vorbei an den 134m hohen und sehr beeindruckenden Eeland Falls.

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Als wir auf der Huette Mittagspause machten hatten wir zum ersten Mal Kontakt mit Sandflies, fiese kleine schwarze Fliegen, die in millionenfacher Zahl auftreten und dicke, rote, ewig juckende Bisse hinterlassen. Wir sollten sie danach noch sehr viel oefter treffen.

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Talblick, dort irgendwo muss das Ziel sein

Nach der Huette liefen wir alleine weiter, da Martina einen frueheren Bus bekommen musste und goennten uns noch einen sidetrip zum Key Summit hoch, von wo aus man trotz des dunstigen Wetters einen tolle Sicht ins Tal und auf den Bergsee Lake Marian hatte.

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Am Ziel!

Als wir schliesslich abends zurueck in Queenstown waren, kam nach einer langen heissen Dusche erstmal das worauf wir uns seit Tagen schon freuten: Ein Besuch bei Fergburger, laut Kiwi- Meinung das beste Burgerrestaurant Neuseelands. Waehrend Kira den (ausgezeichneten) Falafelburger "Bun Laden" genoss, goennte Timor sich nichts Geringeres als den groessten Burger der Karte : BIG AL mit doppelt Fleisch, doppelt Bacon, doppelt Spiegelei, doppelt Kaese... Ein feines Bier einer Microbrewerie war dann der kroenende Abschluss unseres Fjordland Abenteuers :)

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Seit den Tagen im Fjordland/Mt. Aspiring National Park war uns der Regen ein treuer Gefaehrte. Es fing mit einem durchgaengigem Regentag in den Catlins an der Suedspitze von der Suedinsel an. Es stuermte und regnete in einem fort. Sehr traurig wenn man bedenkt wie noch sehr viel schoener als wir sie eh schon fanden die Landschaft bei Sonnenschein sein musste. Man fuhr durch sanftgeschwungene Huegel, mal an Steilkueste mit heftiger Brandung, mal an Schafsweiden vorbei. Die Besiedlung ging gegen null...das ist sowieso ein Phaenomen was Neuseeland so besonders macht. In dem ganzen riesigen Land leben nur etwas mehr als 4 Millionen Menschen, davon ueber die Haelfte in Auckland. Die Natur kommt durch die fehlende Zersiedlung erst richtig zur Geltung und die Umweltverschmutzung haelt sich stark in Grenzen.

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Catlins Coast. Wer findet den Pinguin?

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Erst gestern sind wir wieder einen Highway runtergefahren auf dem uns im halben Stunden Takt mal ein einziges Auto entgegenkommt. Es ist uebrigens aeusserst angenehm wie freundlich die Autofahrer hier sind. So etwas haben wir noch in keinem Land der Erde erlebt. Die Autos lassen einen ueberholen wenn sie merken dass man schneller ist als sie (fahren dazu auf den Standstreifen). Auch die Trucker machen das! Man stelle sich mal so nette und relaxte LKWfahrer in Deutschland vor. Ein anderes Beispiel sind diese absurd oft vorkommenden einspurigen Bruecken auf der jeweils eine Richtung Vorfahrt hat. Wenn die Autofahrer auf der Vorfahrtseite merken, dass man schon ein kleine Weile warten muss, halten sie von sich aus an und lassen einen vor...

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aber zurueck zu den Catlins... dort bauten wir zum ersten Mal unser Zelt im Regen auf. Und waren erstaunlich schnell. Dies sollten wir noch oefter trainieren koennen.

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Voila!

Zum Campen versuchen wir eigentlich immer schoene Campgrounds auszuwaehlen. Die recht komfortablen (super Ausstattung mit grosser Kueche, Waschgebaeuden mit Laundry und TV Lounge usw....) TOP 10 Holiday Parks sind zum einen teurer (auch wenn sie verglichen mit deutschen Preisen recht guenstig sind) und auch nicht sehr naturbelassen/romantisch.

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Blick aus unserem Zelt

Wir hatten in den Catlins Glueck einen Campingplatz zu finden, welcher Stellplaetze hatte, auf denen man sich vorkam als waere man alleine und der naechste Nachbar Meilen entfernt. Eingekuschelt von riesigen Flaxen, auf einer Klippe, so dass man stets die starke Brandung hoerte.

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BBQ mit Seeblick, ein weiterer traumhafter Campground auf dem Weg an die Westcoast

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Ein weiteres Highlight war das Camping am Fox Glacier. Hier treffen Regenwald, Gletscher und Meer zusammen. Eine unglaublich beeindruckend schoene Landschaft! Wir trafen bei stroemendem Regen an unserem "Campground" (no facilities except a pit toilet and a rainwater tank) am Gillespie Beach an.

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Zu diesem Campground kamen auch wirklich nur die Mutigen!

Typisches Westcoast Wetter eben. Denn hier treffen die dicken Wolken von der Tasman Sea, welche fuer tausende von Meilen nicht auf Berge getroffen sind auf die Southern Alps und regnen ab. Dies ist auch Grund fuer den fantastischen Regenwald neben dem die beiden Gletscher Fox und Franz Josef in rasanter Geschwindigkeit wachsen und schmelzen. Ein Beispiel fuer die phaenomenale Geschwindigkeit in der sich das Eis Richtung Tal bewegt ist ein Flugzeug, welches an der Gletscherzunge gefunden wurde- 6,5 Jahre nachdem es auf dem Kamm abgestuerzt ist...

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Wir ignorierten saemtliche Warnungen (und hier wie auch in ganz Neuseeland gibt es viele! Warnschilder:) siehe auch obiges Bild) und liefen fast bis an die Gletscherzunge ran.

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Fox Glacier Terminalface

Es sollte den ganzen Nachmittag und Abend schuetten, so dass wir im Auto sassen und lasen. Wir schafften es noch ein schnelles leckeres Essen auf dem Gaskocher zu kochen, wobei man hoellisch aufpassen musste nicht von Sandflies aufgegessen zu werden, von denen wimmelte es an der Westkueste naemlich! Sandflies ohne Ende....
Der Morgen sollte uns jedoch entschaedigen. Wir wachten auf und es war schoenster Sonnenschein. Das Zelt stand zwar nicht auf dem Strand, aber in unmittelbarer Naehe, so dass wir erstmal diese fantastische Szenerie an selbigem in uns aufnahmen. Ueberall lag Treibholz, die Wellen waren gross, ein blauer Dunst hing noch schwer ueber der Brandungslinie und alles Gruen glitzerte noch vom Regen. Hinter einem ragten die Berge, mit dem vom Wald eingefassten Gletscher.

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Wir stellten unseren coolen Campingklapptisch dort auf und genossen das Fruehstueck am Strand.

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It`s breakfast time at Gillespie Beach!

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Ein Highlight an der Westcoast war der Stop in Punakaiki. Wir uebernachteten im Garten eines suessen Hostels direkt am Strand und wurden mit einem wahnsinnig kitschigen Sonnenuntergang fuer die Strapazen der letzten Regentage entschaedigt.

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Am naechsten Tag schauten wir uns hier noch die beruehmten Pancakerocks an, natuerlich nicht ohne einen ganzen Stapel selbiger zum Fruehstueck verdrueckt zu haben.

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Natuerlich waren wir auch in Dunedin. Die Stadt die noch schottischen Flair atmet. Wir wuerden nicht so weit wie der Lonely Planet gehen, der die Stadt mit Edinborough vergleicht, hatten aber eine super Zeit dort! Wir buchten uns dort in ein Hostel ein, da wir zentral in der Stadt schlafen wollten. Wir landeten in einer alten grossen Villa, die zum Hostel umgebaut worden war und sehr viel Charme hatte.

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Unser Hostel in Dunedin

Es war fuer uns wie Wochenende, denn die Devise fuer Dunedin war: entspanntes Sightseeing und viel Ausruhen... genial mal wieder auszuschlafen und dann taten wir was unerhoertes> nach einem grossen Pancake Fruehstueck schlappten wir in die TV Lounge, die um diese Uhrzeit komplett leer war, kuschelten uns in ein Sofa und schauten einen Film! Abends waren wir dann mal in einer Pizzeria essen. An dieser Stelle sei eine andere Besonderheit dieses Landes bzw. ihrer Restaurantszene erwaehnt. In den meisten Restaurants kann man hier seinen eigenen Wein mitbringen. Man zahlt dann in der Regel 4 $ corking fee und kann dann seinen eigenen Wein trinken. Total super!

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Endlich fanden wir in Dunedin einen trashigen Plattenladen, wo man noch Kassetten kaufen konnte. Unser japanisches Importauto konnte naemlich nur die UKW Frequenzen von 70-90 MHz wiedergeben... leider gibt es in NZ in diesem Wellenlaengenbereich keine Radiosender. Die eine Kassette die Kira beim Wicked Camper Free Shelf mitgenommen hatte, enthielt gaanz tolle Oldie Schnulzen: Best of Jim Reeves and Patsy Cline (kennt die jemand???). Es dauerte nur 300km bis wir die Kassette mit den insgesamt 5 Liedern in und auswendig kannten und halbwahnsinnig und schwindelig vor so viel Liebe aus dem Auto stiegen :)

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Die steilste Strasse weltweit, mit 40% Steigung! Baldwin Street in Dunedin

Langsam wurde die Zeit auf der Suedinsel auch knapp und es gaebe noch sooo viel, was wir gerne sehen wuerden, aber da wir auch die Nordinsel kennenlernen wollten, haben wir heute frueh die Faehre nach Wellington genommen und sind so gleichzeitig vom Regen in die Sonne gefahren.

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Die Interislander, der Weg in die Sonne!

Eingestellt von hi-timor 28.02.2009 17:44 Archiviert in Neuseeland Kommentare (0)

Budget accommodation in Neuseeland

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South Island NZ

all seasons in one day 22 °C

Nachdem es Timor wieder gut ging mieteten wir uns ein kleines kleines Auto um die Zeit bis zum Wicked Camper auszunutzen. Wir versuchten zwar die Miete dessen vorzuziehen aber das ging leider nicht. Als wir uns dafuer entschieden unterschaetzten wir total wie viel Sachen man doch zu verstauen hat wenn man campen faehrt. Nach unserem Pack n safe (groesster und billigster Supermarkt hier in NZ) "99" Dollareinkauf war der Toyota Starlet (wie ein Polo) hoffnungslos ueberladen...

Das war zu dem Zeitpunkt aber noch das kleinste Problem. Da wir Hotel und Mietwagen fuer die gesamte Mietdauer von einem Monat mit den Kreditkarten bezahlten, ueberzogen wir leider hoffnungslos unser Limit. Die Folge war dass wir fuer anderthalb Tage ohne Geld dastanden... wir hatten gerade noch genug Kohle um das allernotwendigste an Campingausruestung einzukaufen... und dann gings los... gluecklicherweise war der Tank noch halbvoll, so dass wir wenigstens aus der Stadt rauskamen. Wir fuhren ueber eine spektakulaer schoene Bergstrasse auf die Banks Peninsula. Diese liegt vor Christchurch und wurde durch einen Vulkanausbruch geschaffen. Uns fiel hier zum ersten Mal diese wahnsinnige Trockenheit auf- die Berge sahen durch die verdorrten Graeser richtig gelb aus! Die Ostseite der Suedinsel ist die trockenste Gegend in dem sonst so regenreichen Land. Die dicken Wolken regnen naemlich auf der anderen Seite der South Alps ab also an der Ostkueste. Na ja jedenfalls versuchten wir die Landschaft zu geniessen, was jedoch etwas schwierig war denn man konnte sich ja nichts kaufen geschweige denn einen Campingplatz leisten... wir fanden eine Picknick Area direkt am Wasser wo wir dann die Nacht verbrachten... das Auto war wirklich ungemuetlich und schweinekalt...aber der Blick nach dem Aufwachen entlohnte fuer alle Strapazen!

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Schlafen erster Klasse!

Wir freuten uns koeniglich (so dass alle umstehenden Leute uns schon komisch musterten) als endlich wieder Geld aus dem ATM kam und feierten das gleich mit einem dampfenden Cappuccino im naechsten Cafe. Das Gefuehl ohne Geld dazustehen war trotz den Entbehrungen eine doch wertvolle Erfahrung.

Mit gefuelltem Tank gings dann Richtung Sueden. 2 Tage spaeter uebernachteten wir Mount Cook. Die Strecke fuehrte an zwei unnatuerlich blautuerkisen Seen entlang- Lake Tekapo und Lake Pukaki. Dieser Anblick kann wie so viele Landschaften hier kaum in Worte gefasst werden (es stimmt wirklich dass Neuseeland mit unglaublich schoener abwechslungsreicher Natur aufwartet!): Man faehrt ueber eine Serpentinenstrasse, die sich durch Huegel, bedeckt mit wiegendem gelben Gras schlaengelt, die dann auf einen Abgang muendet mit Blick auf diesen strahlend tuerkisen See....

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Church of the good Shepherd am Lake Tekapo

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Kitsch am Lake Tekapo

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Blick auf Gletscher und Tausee

Mt Cook ist der hoechste Berg in NZ und nebenan gibt es einige Gletscher. Wir schliefen auf einem der schoenen DOC campgrounds (Naturcampingplaetze- einfacher in der Ausstattung dafuer aber viel grosszuegiger und kuschliger). Der Blick aus unserem kleinen Zelt bot einen prime view auf Gletscher und Berge! Wir bedauerten sehr nur eine Nacht an diesem tollen Ort zu haben! Die Zeit reichte fuer einen Spaziergang zu einigen viewpoints und einem ausgedehnten Besuch des sehr informativen und toll designten visitor centers dort!

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Grosse Berge, kleines Auto

Ein Wort zum Linksverkehr hier... es ist unglaublich! Gluecklicherweise haben wir bis jetzt nur Automatikwagen gehabt- Schalten mit der falschen Hand waere ein weiteres hassle! An fuer sich ist das Fahren selber sehr einfach auch wenn es auch schon passierte das man bei wenig Verkehr bei der Ausfahrt von einer Tankstelle oder so auf der falschen Seite faehrt! Viel nerviger sind jedoch diese kleine nasty Zusatzregel, die es hier gibt: Rechtsabbieger haben Vorfahrt gegenueber Linksabbiegern. Klingt easy, ist aber in Wirklichkeit ne krasse Umstellung- ein Beispiel: Wenn man hier Links abbiegt an einer Ampelkreuzung ist es wie fuer uns mit dem Rechtsabbiegen in Deutschland- einfach um die Ecke rum. Nun muss man aber aufpassen das von der Gegenrichtung keiner nach Rechts will.... von dieser Regel sind unvorstellbar viele Situationen betroffen- Nerv!

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Zu den Neuseelaendern muss man sagen, dass sie unglaublich freundlich und hilfsbereit sind. Internet Cafes sind hier erstaunlich rar (jedenfalls verglichen mit Asien) und an den Campingplaetzen sehr teuer. Besonderen Spass am Campen macht das allabendliche Grillen! Manchmal kochen wir auch mit nem kleinen Gaskocher, den wir gekauft haben, aber nichts geht ueber ein leckeres Wuerstchen und ein Glas neuseelaendischen Sauvignon Blanc! Am MT Cook war eine Lachsfarm, wo wir hielten und fuer ein wahren Schnaeppchenpreis ein riesiges frisches Lachsfilet bekamen- fuer einen Preis wo man in Deutschland nicht mal Tiefkuehllachs bekommt! Wir haben hier grosses Glueck mit dem sehr guten Wechselkurs- so ist Neuseeland zwar viel teurer als Asien aber billiger als Europa.

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Scenic Road nach Kaikoura

Eine Riesendummheit, die ja eigentlich noch auf unserer Reise ausstand (wir sind ueberzeugt, dass so ein Ding jedem passiert, der eine grosse Reise macht... ;) ) passierte uns in Blenheim. Timor (ja ja ausgerechnet Timor... haha) liess in der Kueche den Beutel mit saemtlichen Ladegeraeten plus Kameraakkus liegen. Ist ja eigentlich nicht so schlimm, nur dass wir in dem Moment wo es uns das Fehlen des Beutels auffiel fast an den Hanmer Springs sprich 250 km weiter suedlich befanden... also alles wieder zurueck und wir hatten Glueck! In diesem superehrlichen Land kommt anscheinend nicht so schnell etwas weg, denn der Beutel lag einen halben Tag spaeter immer noch seelenruhig an der gleichen Stelle. Es bedeutete eine Wahnsinnsfahrerei! Denn der einzige Weg fuehrte ueber eine soooo krass schoene wie auch kurvig und bergige Strasse... es war ein scenic drive mit atemberaubenden Blicken entlang der rauhen Steilkueste von Kaikoura bis Blenheim. Ausserdem regnete es den ganzen Tag in Stroemen! Insgesamt fuhren wir die Strecken 4 Mal so dass Timor irgendwann jede Kurve, passing lane (4spurige Strassen in Neuseeland- vergiss es!) und lookout points kannte!

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Unser Wicked Camper kam uns nach dem kleinen Auto vor wie ein Raumschiff, aber wieviel Platz wir ploetzlich hatten war genial! Der Leitspruch des Vans " If swimming's such good exercise, why are whales so fat?" kam uns auch passend vor, schliesslich war unser erstes Ziel Kaikoura, NZ hot spot fuers whale watching.

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Aeusserst amuesante Schafschershow in Kaikoura

Schon die Fahrt von Christchurch nach Kaikoura war die Tour wert, traumhaft an der Kueste entlang, aber wie sooft auch einspurig und mit Kurven, die es in sich hatten. Wir wunderten uns eine ganze Weile, was die vielen parkenden Autos und fotographierenden Menschen auf der Gegenfahrbahn Spannendes beobachteten, bis uns auch ein Blick auf die vielen Seerobben gelang, die sich auf den Steinen entang der Kueste raekelten.

Kaikoura hat nicht nur Wale, sondern auch Seerobben, Delphine und Albatrosse zu bieten- wir waren schon sehr gespannt!
Leider blieb uns nichts anderes uebrig als auf einem der Holiday Parks zu campen, die meist teurer und weniger schoen gelegen sind, aber wenigstens waren wir so nahe am Ortszentrum.

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Gleich nachdem wir angekommen waren unternahmn wir einen wunderschoenen 3 Studen Spaziergang die Kueste entlang und kamen endlich in den Genuss die Robben naeher zu betrachten. Ist schon ungaublich niedlich, wenn sich v.a. die jungen Robben mit Mueh und Not watschelig die Felsen hoch robben, um in kleine natuerliche "Pools" zu gelangen. Auf dem weiteren Weg an der Steilkueste entang hofften wir immer ein paar Delphine oder einen Wal auf offenem Meer zu sehen, leider erfolglos, aber die Aussicht war dennoch atemberaubend.

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Am naechsten Tag mussten wir sehr frueh aufstehen, so dass wir puenktlich zum Sonnenaufgang am Strand waren, an dem das Whale watch centre lag, da wir uns Tickets fuer die erste Tour des Tages gekauft hatten. Waehrend wir in dem kleinen angeschlossenen Cafe fruehstueckten, zeigte eine Art Boarding Bildschirm die Wind- und Wellenkonditinen an. Nachts hatte es stark gestuermt, aber jetzt erschien die See ganz ruhig, so dass wir uns wunderten als auf dem Bildschirm "Sea sickness warning" aufleuchtete. Wir waren beruhigt, dass wir unsere thailaendischen Reisekranheitstabletten zumindest dabei hatten.

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Alles war sehr informativ und professionell organisiert. In grosser Gruppe wurden wir zum Boot gefahren und hatten die Freude schon vom Bus aus Delphne vor der Kueste schwimmen zu sehen.
Unser Boot war ein Schnelboot vom Katamarantyp, also eines was durchaus anfaellig fuer starken Seegang ist, da es ja keinen Kiel hat. Man sass drinnen waehrend das Boot schnell fuhr und der Captain nach Walen Ausschau hielt. Wenn er einen von weitem gesehen hat und das Boot sich diesem langsam naeherte konnten alle an Deck gehen und von dort aus den Wal beobachten.

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Auf solch einem Boot kreuzten wir vor der pitoresken Halbinsel von Kaikura

Kaum hatten wir die Kueste ein Stueck hinter uns gelassen (man fuhr ueber eine Unterwasserklippe und ploetzlich fiel die Wassertiefe von 100m auf 1300m!) wurde die See schon deutlich rauher und als wir das erste Mal hielten, um einen Wal mittels Unterwassermikro zu orten merkten wir WIE stark die Wellen wirklich waren: Bis zu 10 m hoch warfen sie das Boot wie einen Korken hin und her, man hatte grosse Muehe stehen zu bleiben. Die ersten wurden schon seekrank und Crewmitglied Abby, die nur fuer solche Faelle an Bord war, fing schon an die ersten Tueten einzusammeln. Wir aber genossen noch die Fahrt und staunten ueber die unglaubliche Fluegelspannweite der Albatrosse die unaufhoerlich ums Boot flogen.
Als nach langer Suche der Wal endlich gefunden war und neben unserem Boot im Wasser trieb war schon praktisch das ganze Boot seekrank- es war unglaublich nicht eine Person, die nicht gruen im Gesicht war und mit Tuete rumlief und auch uns war trotz hastig genommener Tabletten ganz schoen flau zu Mute. Es war schon sehr beeindruckend dieses riesige Tier zu beobachten, es spruehen und am Ende auch tauchen zu sehen, aber so richtig geniessen konnte es niemand :)

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Wir waren alle froh, dass danach kein Wal mehr gesichtet wurde und wir uns wieder Richtung Kueste bewegten. Kurz vor der Kueste als es allen schon wieder besser ging, hatten wir dann das grosse Glueck, dass eine Gruppe von fast 100 Delphinen um unser Boot herumschwamm und Saltos und Spruenge vollfuehrte. Das war schiesslich das absolute Highlight des Trips, wir konnten uns kaum von den lustigen Tieren trennen.
Zurueck im Walewatch centre mussten wir feststellen, dass die Anzeige mittlerweile auf "VERY STRONG seasickness warning" umgesprugen war :)

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Als wir aus Kaikoura abfuhren fing es an in Stroemen zu regnen und wir hofften dem schlechten Wetter entfliehen zu koennen.
Unser naechster Stop war Blenheim, eine DER Weingegenden in Neuseeland. Wir waren erst sehr ueberrascht, denn anders als erwartet wuchs der Wein hier nicht an Haengen, sondern in der flachen Ebene, obwohl die Gegend von Huegeln und Bergen umgeben war. Alles war wieder sehr sehr trocken hier, gelbe Haenge und Sonnenschein: wie schon in Kaikoura hatte es hier seit Dezember nicht mehr geregnet.
Wir wollten unbedingt eine Tour durch die Weinfelder machen, nur eignete sich das Auto dazu natuerlich eher nicht, so dass wir begeistert waren, als wir eine "Winetour by bike" angeboten sahen.
Als wir am naechsten Morgen aufwachten hatte es zwar ueber Nacht heftig geregnet, aber der Himmel sah aus als wuerde es noch aufklaren. Das Tolle an unserer Tour war auch, dass wir morgens vom Campingplatz abgeholt wurden und nach der Tour auch wieder dort abgesetzt wuerden.
Wir bekamen Raeder mit Weinflaschenhaltern und Helme- sind in Neuseeland Pflicht! Nach ausfuehrlichen Tips zu den besten Weinguetern starteten wir mit kleiner Weingutkarte in der Hand unsere Tour. Ausser uns waren noch 3 andere 2er Gruppen mit am Start und obwohl wir alle unabhaengig voneinander fuhren, traf man sich mit grossem Hallo an fast jedem Weingut.

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Auf der Terrasse vom Weingut Wither Hills

Als wir um viertel vor elf beim ersten Weingut anhielten, waren wir schon beeindruckt: Alles sah sehr sehr imposant und v.a. edel und teuer aus, man fuehlte sich etwas unpassend in seinen Fahrradsachen, aber wir wurden sofort total freundlich begruesst. Das sollte uns auf dieser Tour bei allen Weinguetern auffallen: Die Leute waren total freundlich, gaben einem in keinster Weise das Gefuehl dass man etwas kaufen muesste und gaben sich immer viel Muehe ein bisschen Fachwissen zum Wein und der Gegend zu vermitteln. Malborough, wie die Gegend heisst, ist vor allem eine Weissweingegend, wobei Sauvignon Blanc, die Hauptanbausorte darstellt, an Rotwein ist praktisch nur Pinot Noir und ganz wenig Merlot vertreten.

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Nachdem wir beim ersten Weingut schon 8 Weine probiert hatten, nahmen wir uns bald vor uns mehr auf die Sorten zu beschraenken, die uns am besten schmeckten. Das Wetter spielte auch mit, es wurde immer schoener, so dass wir abends um halb sechs 7 verschiedene Weingueter und unzaehlbar viele verschiedene Weine hinter uns hatten; langsam fiel uns auch das Fahrradfahren schwerer :)

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Wir waren froh, dass wir uns ein grosses Picknickpaket mitgenommen hatten, so konnten wir auf die teuren Restaurants verzichten und das Geld lieber in den absout fantastischen Wein investieren. 3 Flaschen kauften wir sofort, 4 weitere am naechsten Tag. Abends wurde natuerlich gross gegrillt, nur Wein konnten wir keinen mehr sehen :)

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Picknicktime im wicked camper

Das Wetter war uns bisher sehr gnaedig. Immer wenn gutes (sonniges) Wetter notwendig war, schien die Sonne und es war sommerlich warm. Und immer wenn es keine Rolle spielte, regnete es.
Als es gestern regnete machten wir das Beste was man bei solchem Wetter machen kann: wir fuhren zu den Hanmer Springs. Das sind heisse Mineralquellen in den Bergen. Dort besuchten wir das oertliche Thermalbad fuer laeppische 7 Euro und bekamen eine wahre Landschaft an heissen Pools geboten. Es gab Pools von 33 bis 41 Grad... sogar einen Schwefelpool (stinkt so wunderbar nach faulen Eiern, dass Kira abends im Bett pruefend rumschnueffelte bis wir drauf kamen das der Geruch trotz Duschens noch an uns haftete...)Es war wunderbar in dem warmen Wasser zu liegen und das kalte Regenwasser auf den Kopf zu bekommen! Und dazu eine mysterioese wolkenverhangene Bergszenarie im Hintergrund!!!

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Eingestellt von hi-timor 13.02.2009 15:26 Archiviert in Neuseeland Kommentare (0)

This is Tonga!

Wo die Sonne jeden Tag zuerst aufgeht

all seasons in one day 28 °C

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Von Sydney flogen wir dann ueber Auckland nach Nukualofa Tonga. Als wir gegen Abend ankamen hatte es kurz zuvor kraeftig geregnet- nur damit wir nicht vergassen, dass wir in der Regensaison hier sind. Die Boeing 767 stand monstroes als einziges Flugzeug vor dem winzigen Terminal- wir mussten uebers Vorfeld dorthin laufen... guter erster Eindruck von der Insel! Es war megaschwuel! Man konnte kaum drei Schritte laufen schon lief einem der Schweiss runter wie nach einer Everestbesteigung.

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Wir hatte eine sehr fehlerhafte Vorstellung von Tonga und vor allem Timor kam mit jeder Menge Erwartungen her. Es dauerte kaum 24 Stunden und dieses Kartenhaus fiel komplett zusammen und wir hatten einen sehr ernuechternden ersten Tag im letzten Suedseekoenigreich! Eigentlich wollten wir die Hauptinsel Tongatapu nur als Sprungbrett nutzen um so schnell wie moeglich auf eine kleine paradiesische Inselgruppe namens Haapai zu duesen. Die Faehre sollte als Verkehrsmittel dienen. Problem nur dass diese halb kaputt war! Nur der eine der beiden Diesel funktionierte, der zweite Motor ist schon Ewigkeiten kaputt. Wieso repariert ihr denn nicht mal eure einzige Faehre im ganzen Land fragten wir... kein Geld! Wieso kein Geld? Weil die Tonganer zu viel ausgegeben hatten waehrend der Kroenungszeremonien fuer den neuen Koenig. Und nun braucht die Faehre einfach mal doppelt so lange, ist noch schaukeliger und haelt sich an gar keinen Fahrplan mehr. Nachdem wir dann noch die Horrormeldungen von anderen Travellern gehoert hatten, wie dieser kiellose Seelenverkaeufer sich bei stuermischen Wetter sich verhaelt sagten wir diesen Trip ab- man konnte uns sowieso nicht sagen wann das Schiff das naechste Mal unseren Hafen anlaeuft. Es gab ein Flugzeug was aber zu teuer fuer uns war. Das war der erste Tiefschlag... Dann gab es keine richtige Unterkunft direkt an einem Strand... die Bungalows die dort angeboten werden sind so schlecht im Preis Leistungsverhaeltnis, dass wir uns dagegen entschieden. Und dann regnete es am laufenden Meter und kein Wunder gab es eine Warnung vor 7 anrueckenden Zyklonen... man, dass war wirklich ein frustrierender erster Tag!

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Land unter in unserem Garten

Nach unserem ersten Ausflug in die Stadt waren wir ausserdem sehr verwirrt. Unser recht alter Lonely Planet von 2001 war ueberhaupt keine Orientierungshilfe gewesen, saemtliche Laeden, die in ihm empfohlen waren, konnten nicht gefunden werden und sowieso machte der Ort einen super trostlosen Eindruck! Auf der Inseltour am naechsten Tag sollten wir lernen was der Hintergrund fuer unser Wundern war. Vor 2 Jahren gab es hier riesige Ausschreitungen im Rahmen einer Pro Demokratie Demo. Die Tonganer, die es nicht gewohnt sind ihre Meinung zu aeussern ueber Missstaende gerieten komplett ausser Rand und Band und brannten die halbe Stadt nieder. Seitdem sieht man wohin man auch blickt trostlose graue Fundamente und Ruinen...

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Der blaue Container links ist uebrigens ein Schreibwarenladen und der Kasten hinten ein japanisches Restaurant. Willkommen in Tonga!

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Deutsches Honorarkonsulat auf Tonga...haha

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Einer von Tonis Bussen

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Auf der Inseltour querfeldein ueber Tongatapu

So traurig und niedergeschlagen wir auch waren so lieb gewonnen wir diese Insel doch auch nach einiger Zeit. Auf der besagten Inseltour sahen wir was fuer schoene Flecken es hier auch gab. Am beeindruckendsten waren der lange Kuestenstreifen mit den Blowholes, die meterhoch Meerwasser spuckten wenn eine Welle anbrandete.

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Kokosnusspalmen gab es im Ueberfluss hier. Die Landwirtschaft ist sowieso recht peculiar... da die Tonganer so was von stinkend faul sind bevorzugen sie Fruechte bzw. Wurzeln die sie einfach in den Boden stecken und nach etlichen Monaten wiederkommen und die fertigen Fruechte ernten koennen- Taro ist ein sehr gutes Beispiel dafuer, man muss noch nicht mal Unkraut zwischendurch jaeten oder vorher pfluegen... Die Tonganer leben zum einen von dem was sie anbauen und haben davon eigentlich mehr als sie fuer sich alleine brauchen. Wenn was fehlt geht man einfach in die Buesche und holt sich woanders was. Zur Not gibts einen kleinen Markt. Das Geld kommt jedoch vor allem durch die Exil Tonganer rein. Diese arbeiten v.a. in Neuseeland und schicken Geld an die Familie auf Tonga. Deswegen brauchen die Tonganer selbst sich auch nicht krumm arbeiten. Brauchen sie mehr Geld, fragen sie ihre Kinder in NZ und die schicken mehr...

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Die einzige zweikoepfige Palme im Suedpazifik

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Markt in Downtown Nukualofa

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Das Lebensmittelangebot auf Tonga ist sehr limitiert. Es gibt natuerlich tolle tropische Fruechte- unser Lieblingsobst wurde die Passionfruit/Maracuja welche gerade Saison hatte. Man konnte auch recht guenstig Bananen und Kokosnuesse bekommen. Die reifen Kokosnuesse mit dem leckeren Fleisch werden hier sonst nur an die Schweine verfuettert!

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Baby, I bought you coconuts...

Produkte fuer die wir in den Supermarkt gehen wuerden sind in Gitterlaeden zu kriegen. Das ist eine hoechst interessante tonganische Erfindung. Man findet sie ueberall- es sind Huetten, deren eine Flanke offen ist, der Kunde ist vom Verkaeufer getrennt durch Gitterstaebe. Durch diese sieht man das Warenangebot. Man zeigt auf die Dinge die man kaufen moechte und bekommt sie dann durch die Staebe gereicht. Nicht jeder Laden hat das gleiche Sortiment. Die Lebensmittel die man so bekommt sind zum groessten Teil aus Neuseeland und Australien, wir hatten jedoch auch schon mal Milch aus Uruguai.... kein Kommentar! Ist alles dementsprechend teuer und das Angebot sehr eingeschraenkt!

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Leere Kuehltruhen im einzigen Supermarkt auf der Insel


Im Guesthouse fuehlten wir uns sehr wohl. Toni war ein alter Englaender, der eine Tonganerin geheiratet hatte und ein bisschen wie ein alter Hippie aussah. Man traf ihn schon mal mit knappen Unterhoeschen bekleidet an wenn er im Garten spazierte...Kira traf jedesmal fast der Schlag, sah es doch auf den ersten Blick so aus als ob er gar nichts anhaette. Die Leute die mit uns dort wohnten machten Tonga letzendlich so schoen.

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Die meisten waren extrem nett und wir hatten sehr viel Spass zusammen. Man wuchs einfach ein wenig zusammen hier. Trevor war ein Ami der innerhalb von kuerzester Zeit Tonga komplett in sich aufnahm und noch fauler wurde als wir... Meist sass er im Wohnzimmer mit seinem Laptop und spielte Schach oder Arcade Games...Wir hatten echt ne nette Zeit mit ihm zumal er der einzige von allen war, der nicht vor uns abfuhr!

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Tonganische Langsamkeit

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Trevor beim Computerspielen

Am Freitag Abend dann ging es zur Dinnershow in der Hina- Hoehle.Toni und seine Frau Leni fuhren unsere kleine Gruppe zum Strandresort. Alles war mit Fackeln ausgeleuchtet und mit dem Meeresrauschen im Hintergrung herrschte eine tolle Atmosphaere. Wir hatten befuerchtet, dass die Show v.a. fuer Touristen konzipiert sein koennte, aber das Gegenteil war der Fall: Nur wenige Touristen waren da, sondern v.a. Tonganer oft mit Besuch ihrer oversaes in Neuseeland oder Australien lebenden Familien. Es war erstaunlich voll und da wir nicht aufpassten landeten wir ganz hinten in der Buffetschlange, was dazu fuehrte, dass Kira sich ernsthaft Sorgen machte, ob wir noch was abbekommen wuerden. Die Tonganer wussten nur zu gut was Buffet bedeutet und hatten sich ihre ausgehoelten Bananenstaemme, die als Teller dienten, Berge hoch beladen :)

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Trotzdem war unsere Sorge unbegruendet: Es gab endlose Schuesseln voller Tarowurzel (eines der Hauptlebensmittel hier), Suesskartoffel, Salat, rohem und gebratenem Fisch , ein ganzes geroestetes Schwein und Breadfruitpudding zum Nachtisch. ES schmeckte alles sehr lecker, war aber doch nicht so ganz unser Fall: Es ist alles sehr sehr sehr Staerke- haltig und heftig, nach einem Teller platzten wir beide. Im Hintergrund spielte eine tonganische Band eine Mischung aus tonganischem Pop und Coverversionen englischer Schnulzen, was beides nicht unbedingt ein Highlight war, so dass wir froh waren als wir alle fuer die Show in die Hoehle gerufen wurden.
Die Show an sich war der absolute Hammer! Es fing schon damit an, dass der Gastgeber, ein grosser dicklicher Mann mit winziger Ukelele ein tonganisches Liebeslied anstimmte... und das ganze Publikum stimmte spontan lautstark mit ein, begann zu singen, zu klatschen und zu johlen. Keine Spur von hoeflicher Zurueckhaltung- einfach Freude und Feiern auf tonganisch!!

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Danach kamen die Taenzer, einen Jungen- und eine Maedchengruppe, die abwechseln Taenze auffuehrten, die Jungen oft Kriegstaenze auch mit Waffen, die Maedchen sehr anmutige Taenze mit ruhigen Bewegungen. Dabei gibt es einen netten Brauch: Waehrend der Taenze kommen die Leute aus dem Publikum nach vorne und stecken den Taenzern, die ihnen am besten gefallen kleine Geldscheine zu, oder kleben sie den Maedchen auf die eigens dafuer eingeoelte Haut.
Manchmal sah man die Taenzer vor Zuschauern kaum, aber die Stimmung blieb so toll und oft tanzten die Zuschauer einfach eine Weile mit.
Den kroenenden Abschluss bildete der Feuertanz zweier Jugendlicher Taenzer, der in der Atrmosphaere der dunklen grossen Hoehle besonders atemberaubend war. Alles in allem ein toller Abend, auch wenn er damit endete, dass Toni den Wagen ausversehen gegen einen Baum setzte und wir danach von freundlichen Tonganern aus dem Schlamm geschoben werden mussten :)

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Trevor und Kira am Hafen

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Tonganische Kids springen ins Hafenbecken

Am naechsten Tag wollten wir endlich das Suedseeparadies finden. Mit Albrecht und Malte, zwei anderen Deutschen, fruehstueckten wir in einem kleinen Kaffee am Hafen, um die Minifaehre zur Offshore Insel Pangaimotu zu nehmen. Die Tatsache, dass selbst das Wasser im Hafenbecken kristallklar war liess uns hoffen, als wir die 10min Bootsfahrt zur Insel starteten.

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Bootsfahrt nach Pangaimotu

Und wir wurden nicht enttaeuscht: Pangaimotu ist winzig und es gibt nur Palmen, weissen Sand und Meer und ein kleines "Resort" in dem man eigentlich auch uebernachten koennte, dass aber gerade wegen Renovierung geschlossen hatte.

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Spaziergang um die Insel

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Wir starteten zuerst mit einem kleinen Spaziergang um die Insel und bekamen uns kaum mehr ein: Wo man auch hinsah Postkartenmotive ueberall! Zum Teil mussten wir durchs tuerkisfarbene recht angenehm warme Wasser waten bis wir nach ca. 40 min die Insel umrundet hatten.
Ein weiteres Highlight der Insel waren die 3 Schiffswracks, die recht nah vor dem Strand lagen, so dass wir uns dort, voellig alleine, keine Menschenseele weit und breit, niederliessen.

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Wir stuerzten uns sofort mit unserer Schnorchelausruestung ins Wasser und schnorchelten begeistert am Schiffswrack entlang, wo sich Horden verschiedener bunter Fische neben einigen bunten Korallen tummelten. Die Fische scherten sich nicht einmal darum, dass wir durch ihre Schaerme hindurchschwammen- es war absolut schoen, wir konnten uns kaum davon trennen. Irgendwann entdeckte Timor keine 2 cm neben Kira eine 1,5m lange schwarz- weiss gestreifte Seeschlange, die uns doch einen ganz schoenen Schrecken einjagte :)

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Spaeter erfuhren wir, dass sie hochgiftig aber sehr selten und nicht aggressiv ist ahhhh ja.....
Als wir spaeter ein 2, Mal schnorchel gehen wollten war Ebbe und ein ganz erstaunliches Phaenomen trat auf: Ploetzlich fuehlten wir Schmerze wie tausende Nadelstiche auf der Haut, aber nichts war zusehen. Kira dachte schon sie waere verrueckt geworden, aber, wie Toni uns spaeter erzaehlte, handelt es sich um mikrokleine Stuecke der sog. Portugiesischen Galere, die bei Ebbe manchmal auf der Haut zu spueren sind.

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Toni schoepft Kava...

Abends war Kavanight angesagt. Kava ist auch eine Wurzel, die ueberall auf der Insel waechst, sie wird zu Pulver zerstossen, mit Regenwasser vermischt und in grosser Gruppe getrunkem. Es ist ein grosser Bestandteil der tonganischen Kultur und gehoert ebenso zu Hochzeiten oder aehnlichen Feiern, wie einfach zu gemuetlichen Abenden. Traditionell wird Kava nur von Maenner getrunken und man sagt dem Getraenk allerlei Wirkungen nach: Es gilt als eine Art Medizin, sicher ist aber, dass Kava leicht narkotisch und analgetisch wirkt. Wir waren gespannt :)

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Toni hatte vor dem blauem Haus einen 20Litereimer voller Kava und goss daraus in eine grosse Schuessel aus Kokosnussholz. Wir sassen alle in einer Runde um den Tisch und er schoepfte Kava in kleine Kokosnussschalen. Die Schale wurde bis zum Ende des Tisches weitergereicht und man musste das Getraenk sofort trinken, damit sich das Pulver nicht wieder absetzte. Es schmeckte eher unangenehm erdig und das Erste was wir fuehlten, war, dass unsere Zungen taub wurden. Es wurde ein sehr netter Abend mit Albrecht, Malte, Trevor, zwei Australiern und Toni, wir hatten viel Spass. Timor, der fast bis zum Ende durchhielt spuerte die einschlaefernde und betaeubende Wirkung dann doch und war nur sehr sehr schwer am naechsten morgen aus dem Bett zu kriegen :)

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Steilkueste von Tonga

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Thiliton- Stonehenge von Tonga

Tonga haette echt toll werden koennen wenn Timor nicht eine verhaengnisvolle Muecke gestochen haette... (in Wirklichkeit wurden wir trotz Schutz durch coils und repellent jeden Tag zigmal zerstochen von den Mistviechern...). So kam es dass er doch noch Dengue Fieber kriegen sollte. Einer der Alptraeume von Kira wurde wahr, denn in jedem Land das wir bereisten waere das unproblematischer gewesen- die medizinische Versorgung auf Tonga war kaum existent... und um einen nur Wasser. Zuerst fuehlte es sich wie ein normales Fieber an. Es kam aber nach 4 Tagen wieder und blieb extrem hoch. Selbst hohe Dosen Paracetamol liessen es nicht verschwinden. Wenn man in dieser schwuelen Hitze auch noch Fieber hat...so muss sich die Hoelle anfuehlen.

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Unsere Suite...

Ein weiteres Problem war, dass wir nicht auschliessen konnten, dass es nicht Malaria war, was ja sehr schnell sehr schlimm werden kann... Dummerweise hatten wiur unsere Malaria stand by Medikamente Karin und Janco mitgegeben und es war klar, dass wir DAS auf Tonga nicht bekommen wuerden. Zum Glueck hatte ein anderes deutsches Maedchen, die noch nach Thailand reisen wollte ein Malariamedikament mit, was sie uns zwar sehr sehr ungern, aber nach mehrfachem Versprechen es wieder zu bekommen gab.

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World leading: Tongas Krankenhaus

Das Krankenhaus in Tonga war ein Witz. Wir wussten nicht was uns mehr verstoeren sollte- das die Krankenschwester nicht wusste was Malaria ist oder dass im stickigen Wartesaal ein Priesterfernsehsender lief, so dass man sich fuehlte wie kurz vor der letzten Salbung... Auch nach einem Bluttest konnte der Arzt nichts richtig sagen...mit vielen maybes und it could be... schickte er Timor mit mehr Paracetamol nach Hause.

Wir entschieden uns mit dem Malariamedikament zu starten und Kira versuchte so schnell wie moeglich zwei Plaetze in einem Flugzeug zurueck nach Neuseeland zu kriegen... nicht so einfach, da es ja nur ein paar Fluege in der Woche von Air New Zealand gab (insgesamt gingen von dem airport nie mehr als 2-3 Fluege).

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Wir hatten Glueck und bekamen tatsaechlich 2 Tage spaeter einen Flug nach Neuseeland. Zum Glueck ging es Timor an dem Tag schon etwas besser, wir wuerden ja den ganzen Tag unterwegs sein, da wir von Auckland (Nordinsel) gleich nach Christchurch (Suedinsel) weiter fliegen wuerden, Es hatte die ganze Nacht schon gestuermt und geschuettet, so dass der ganze Garten und auch etliche Strassen ueberschwemmt waren. Froh nach Neuseeland zu kommen aber auch traurig uns von den andern verabschieden zu muessen fuhren wir zum Flughafen. Nie hatten wir einen reizenderen Flughafen gesehen. Es war so klein alles, aber immerhin gab es einen winzigen Dutyfree Shop und ein kleines Cafe. Da es so regnete versuchten die Vorfeldarbeiter eine Plastikplane ueber die gangway zu ziehen, sie kaempften mit dem Sturm schafften es aber schliesslich. Es gab gerade mal einen einzigen mittelgrossen klapprigen Bus damit man trockenen Fusses zur gangway kam. Die Tonganer trieben von irgendwo auch noch ein paar kleine minivans auf... wir mussten so grinsen!

Eingestellt von hi-timor 31.01.2009 15:20 Archiviert in Tonga Kommentare (0)

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